Autonomer Cargo-Pilot in Singapur gestartet
Das französische Softwareunternehmen Dassault Systèmes und die in Singapur ansässige Drohnen-Startup iHawk Global haben einen Pilot für autonome Cargo-Operationen auf einem 50.000 Quadratmeter großen Containerlager in Singapur gestartet. Die Unternehmen testen Drohnen und Boden-Rover mithilfe von Virtual-Twin-Software, bevor es zu einem Einsatz im Feld kommt – insbesondere in GPS-freien Bereichen. Das System kombiniert Drohnen und Boden-Rover, um die Navigation innerhalb von Containerlagern zu verbessern. Der Pilot unterstützt zudem Singapurs „Sea Transport Industry Transformation Map“.
Effizienzgewinne in der Entwicklung
Die Unternehmen nutzten die 3DEXPERIENCE-Plattform von Dassault für virtuelle Tests, wodurch zwei Runden physischer Prototypen eingespart und die Entwicklungszeit verkürzt wurden. Das beschleunigte Zeitfenster bringt das System für die geplante kommerzielle Einführung im Oktober 2026 in Position.
Digital-Twin-Technologie in Hafenoperationen
Der Pilot spiegelt eine breitere Übernahme von Digital-Twin-Technologie in Hafenoperationen weltweit wider. In Hamburg, Deutschland, kombiniert ein Anlegeüberwachungssystem digitale Zwillinge mit Sensordaten, um Geräteausfälle vorherzusagen. Dänemarks Hafen von Esbjerg hat einen Digital Twin entwickelt, um zukünftige Abläufe und tägliche Logistik zu testen. Am Pusan Newport International Terminal in Südkorea reduzierte eine Digital-Twin-Planungsmethode die Liegezeit von Schiffen in Hafennähe und senkte die CO₂-Emissionen um mehr als 75% im Vergleich zu den tatsächlichen Betriebsverfahren.
Autonome Systeme wie die von iHawk sind dafür ausgelegt, in gefährlichen Bereichen zu arbeiten, in denen GPS-Signale schwach sind oder ganz fehlen. Häfen einschließlich Italiens Hafen von Livorno nutzen virtuelle Realität und erweiterte Realität für Sicherheitstrainings, um die Exposition von Arbeitern in Lagerbereichen zu reduzieren.