Der Dow Jones Industrial Average fiel zum Zeitpunkt der Veröffentlichung am Mittwoch um rund 318 Punkte bzw. 0,62%, während der S&P 500 um 0,38% nachgab und der Nasdaq Composite um 0,45% sank. Die Rückgänge folgten auf einen Anstieg der Ölpreise, nachdem US-Militärkräfte als Reaktion auf angebliche iranische Angriffe in der gesamten Region Angriffe auf der iranischen Insel Qeshm durchgeführt hatten. Die Sitzung am Dienstag markierte einen Meilenstein: Der S&P 500 schloss erstmals über 7.600, während Dow und Nasdaq auf Rekordniveaus schlossen – angetrieben durch eine starke Nachfrage nach KI-Infrastruktur und Aktien aus dem Halbleitersektor.
Ölpreise steigen nach US-Iranischen Militäreinsätzen
WTI-Rohöl-Futures stiegen am Mittwoch um ungefähr 2% auf etwa 96 US-Dollar je Barrel, während Brent-Rohöl auf 98 US-Dollar je Barrel stieg. Laut US-Militärangaben führten amerikanische Kräfte Angriffe auf der Insel Qeshm durch, nachdem es Berichte über angebliche iranische Angriffe in der Region gegeben hatte. Iran soll Berichten zufolge Raketen und Drohnen Richtung Bahrain, Kuwait und zivile Schifffahrtsrouten im Persischen Golf abgefeuert haben.
Die Straße von Hormus bewältigt etwa 20% der globalen Ölexporte. Die Entwicklungen schürten Befürchtungen vor Versorgungsunterbrechungen und veranlassten Anleger, eine vorsichtigere Haltung einzunehmen.
Renditen steigen nach starken ADP-Lohnplandaten
Die Benchmark-Rendite für US-Staatsanleihen mit 10 Jahren näherte sich am Mittwoch 4,5%, während die Rendite für 30-jährige Anleihen in Richtung 5% stieg. Die Renditen beschleunigten nach oben, nachdem der aktuelle Bericht zu den privaten ADP-Lohn- bzw. Payroll-Daten eine anhaltende Stärke am Arbeitsmarkt signalisiert hatte. Höhere Renditen belasten häufig die Bewertungen von Aktien, insbesondere in Sektoren, die zuvor deutliche Kursgewinne verzeichnet hatten.
Einzelne Kursbewegungen
NextNav sprang am Mittwoch im frühen Handel um mehr als 10%, während GameStop um über 9% zulegte. Marvell Technology verbuchte starke Zugewinne unter den Halbleiter-Aktien. Auf der Verliererseite fiel Datadog um mehr als 7%. Private-Equity-Firmen standen unter Verkaufsdruck, nachdem Bedenken aufkamen, dass Anleger Mittel aus Fonds abziehen könnten, die von der in der Schweiz ansässigen Partners Group verwaltet werden. Auch die Aktien von KKR und Blackstone bewegten sich weiter nach unten.
JPMorgan erwartet Wiedereröffnung der Straße von Hormus bis Juni
Analysten bei JPMorgan Chase erklärten, der Druck durch schnell sinkende Ölbestände könne letztlich dazu führen, dass die Straße von Hormus wieder geöffnet wird. Die Bank erwartet, dass die kritische Schifffahrtsroute schon frühestens im Juni wieder geöffnet werden könnte, was dazu beitragen würde, Lieferbedenken zu mindern und möglicherweise einen Teil der geopolitischen Risikoprämie zu reduzieren, die derzeit in den Ölpreisen eingepreist ist.
FAQ
Was hat dazu geführt, dass der Dow Jones am Mittwoch fiel?
Der Dow Jones Industrial Average fiel am Mittwoch um rund 318 Punkte bzw. 0,62%, nachdem die Ölpreise stiegen – ausgelöst durch US-Militärschläge auf Irans Insel Qeshm nach angeblichen iranischen Angriffen in der gesamten Region. Steigende Renditen bei US-Staatsanleihen nach starken ADP-Payroll-Daten belasteten ebenfalls die Aktien.
Warum sind die Ölpreise am Mittwoch gestiegen?
WTI-Rohöl-Futures stiegen um ungefähr 2% auf etwa 96 US-Dollar je Barrel, während Brent-Rohöl auf 98 US-Dollar je Barrel zulegte, nachdem US-Kräfte Angriffe auf der Insel Qeshm durchgeführt hatten und Iran Berichten zufolge Raketen und Drohnen Richtung Bahrain, Kuwait und Schifffahrtsrouten im Persischen Golf gestartet hatte. Die Straße von Hormus, die etwa 20% der globalen Ölexporte abwickelt, rückte in den Fokus von Befürchtungen hinsichtlich einer möglichen Versorgungsunterbrechung.
Wann erwartet JPMorgan, dass die Straße von Hormus wieder geöffnet wird?
JPMorgan-Chase-Analysten erklärten, das Unternehmen erwarte, dass die Straße von Hormus schon frühestens im Juni wieder geöffnet werden könnte – angetrieben durch den Druck infolge schnell sinkender Ölbestände.