Laut Lee Reiners, einem Dozenten am Duke University und ehemaligen Prüfer der Federal Reserve Bank of New York, könnte der WLFI-Token von World Liberty Financial eine nicht registrierte Wertanlage darstellen, wie er in einem Blogbeitrag am Freitag argumentierte. Reiners zufolge erfülle WLFI nicht die Kriterien einer reinen digitalen Ware nach der jüngsten Token-Taxonomie der SEC und dürfte voraussichtlich einer Prüfung durch die SEC unterliegen – im Widerspruch zu den Behauptungen von World Liberty, WLFI sei ausschließlich ein Governance-Token.
World Liberty verkaufte in den Presale-Runden vor dem Aufbau des Protokolls ungefähr 25 Milliarden WLFI-Token aus einer Gesamtemission von 100 Milliarden. Reiners führt an, dass Käufer mit einer vernünftigen Erwartung von Gewinnen investiert haben dürften und damit eine zentrale Komponente des von der SEC genutzten Howey-Tests erfüllen. Er nannte außerdem eine Kreditvereinbarung über 75 Millionen US-Dollar zwischen World Liberty und dem Dolomite-Lending-Protokoll, bei der der Mitgründer von Dolomite als Berater von World Liberty fungiert, als Hinweis auf eine zentralisierte Kontrolle und möglichen Selbsthandel.