Die niederländische Regierung verbietet Online-Glücksspielwerbung als illegal ein; der Marktanteil fällt am 12. Juni unter 50%

Laut der niederländischen Staatssekretärin für Justiz und Sicherheit Claudia van Bruggen kündigte die niederländische Regierung am 12. Juni ein nahezu vollständiges Werbeverbot für Online-Glücksspiele an, ein Verbot von Boni wie beispielsweise Willkommens-Boni mit kostenlosen Einsatzwetten, eine übergreifende Einzahlungshöchstgrenze über alle lizenzierten Plattformen hinweg sowie einen Erschwinglichkeitstest. Die Maßnahme folgt auf einen starken Wandel in den Marktdynamiken: Der Anteil des lizenzierten Marktes am Glücksspielausgabenvolumen fiel in der ersten Hälfte des Jahres 2025 unter 50 %, womit nicht lizenzierte Anbieter nun den Großteil der Glücksspielerlöse im Land vereinnahmen. Das Kabinett untersucht außerdem eine Begrenzung der Anzahl von Online-Lizenzen. Die KSA, der niederländische Regulierer, stellte fest, dass Krypto- und anonyme Zahlungen als verschärfende Faktoren im größten illegalen Glücksspiel-Fall der Niederlande genannt wurden, der Qbet betrifft, wobei die verhängte Rekordstrafe von 24,8 Millionen Euro durch den Regulierer als zu niedrig von dessen eigenem Vorsitzenden bewertet wurde. Van Bruggen räumte das Risiko ein, dass das Verbot Spieler ins Ausland drängen könnte.
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