Laut Finance Feeds warnte EZB-Präsidentin Christine Lagarde am 16. Juni, dass Europa das Risiko habe, seine Zahlungshoheit zu verlieren, da US-Dollar-Stablecoins und ausländische Netzwerke die künftige Finanzinfrastruktur dominieren. Internationale Kartenorganisationen machen über 60 % der europäischen Kartenzahlungen aus, während 13 der 21 Länder der Eurozone keine nationalen Kartensysteme mehr aufrechterhalten.
Lagarde erklärte, dass der digitale Euro dieses Muster durch seinen Status als gesetzliches Zahlungsmittel durchbrechen könne und in ganz Europa verbindlich akzeptiert werden müsse. Sie betonte, dass tokenisierte Finanzprodukte Währung der Zentralbank benötigen, um sicheres Wachstum zu ermöglichen; Marktteilnehmer hätten zudem signalisiert, dass sie keine digitalen Assets im großen Maßstab ausgeben würden, ohne zentrale Abwicklungsinfrastruktur der Zentralbank.