Gesichtserkennung senkt Sexualstraftaten in Croydon im Pilotversuch um 21%

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Sexualstraftaten gegen Frauen wurden gekürzt, nachdem die Polizei im Rahmen eines sechsmonatigen Pilotprojekts in Croydon im Süden Londons Live-Gesichtserkennungskameras eingesetzt hat, so die Metropolitan Police. Das Pilotprojekt lief von Oktober 2025 bis März 2026 und führte zu einer Festnahme alle 35 Minuten; Straftaten mit Gewalt gegen Frauen und Mädchen verzeichneten in dem Zeitraum einen Rückgang von 21%.

Ergebnisse des Pilotprojekts und Rückgang der Kriminalität

Die Metropolitan Police teilte mit, dass das Pilotprojekt die Gesamtkriminalität um 10,5% im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres senkte. Die größte Verringerung gab es bei Straftaten mit Gewalt gegen Frauen und Mädchen, die im Verlauf der sechs Monate um 21% zurückgingen.

Festnahmen und identifizierte Verdächtige

Unter den 173 während des Croydon-Pilots festgenommenen Personen befand sich ein 41-jähriger Mann, der wegen des Verdachts auf Vergewaltigung gesucht wurde, sowie eine 36-jährige Frau, die seit 20 Jahren gesucht wurde, nachdem sie es versäumt hatte, vor Gericht zu erscheinen, und zwar wegen einer Gewalttat im Jahr 2004. Weitere Festnahmen betrafen Verdächtige, die wegen schwerer Sexualstraftaten und Entführung gesucht wurden.

Wie die Technologie funktioniert

Die Kameras ermöglichen es der Polizei, die Gesichter von Passanten in der Straße zu scannen und sie sofort mit einer Datenbank gesuchter Verdächtiger oder bekannter Krimineller abzugleichen. Die Polizei kann verurteilte Kriminelle von der Liste der Sexualstraftäter ansprechen und befragen, im Rahmen dessen, was das Home Office als „hostile environment“ bezeichnet hat, das darauf ausgelegt ist, sie daran zu hindern, erneut Straftaten zu begehen.

Einzelheiten zum Einsatz und Genauigkeit

Die Kameras wurden in 24 Einsätzen verwendet, wobei für jeden Einsatz eine eigens erstellte „wanted“-Liste erstellt wurde, und zwar am Vorabend. Während des Pilotprojekts passierten mehr als 470.000 Menschen die Kamera, mit nur einem einzigen Fehlalarm.

Lindsey Chiswick, der nationale und Met-Leiter für die Technologie, sagte: „Diese Ergebnisse zeigen, warum die Live-Gesichtserkennung ein so wirkungsvolles Werkzeug ist, wenn sie sorgfältig, offen und an den richtigen Orten eingesetzt wird. Die Kriminalität in diesem Bereich ist um mehr als 10% gesunken. Die Öffentlichkeit kann den Unterschied sehen. Diese Technologie hilft uns, von den Gerichten gesuchte Personen zu finden, schwere Täter schnell zu identifizieren und unsere Ressourcen dort einzusetzen, wo sie den größten Unterschied bewirken – mit außergewöhnlicher Genauigkeit.“

Mehr als sechs von zehn der Straftaten, die mit Festnahmen in Verbindung standen, wurden in Croydon begangen, was die Met als Hinweis auf die Fähigkeit des Pilotprojekts wertete, Hotspots sicher zu halten.

Regierungspolitik und rechtliche Herausforderung

Der Erfolg des Programms wird die Pläne des Home Office untermauern, Gesichtserkennungskameras in allen 43 Polizeikräften in England und Wales auszurollen. Mehr als ein Dutzend Kräfte nutzt die Technologie derzeit.

Der Polizeiminister Sarah Jones sagte, der „Disruptionsansatz“ sei angemessen, um es den Einsatzkräften zu ermöglichen, schwerwiegende Wiederholungstäter zu managen. „Ich möchte auf jeden Fall ein feindseliges Umfeld für gewalttätige Sexualstraftäter schaffen“, sagte sie.

Im April verloren Datenschutz- und Privatsphäre-Aktivisten eine Klage vor dem High Court gegen die Metropolitan Police wegen deren Nutzung der Technologie in London.

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