Die US-Notenbank Federal Reserve veröffentlichte am 13. Oktober ihren Bericht „Economic Well-Being of U.S. Households“ für 2025 und zeigte dabei, dass jeder zehnte amerikanische Erwachsene in dem vergangenen Jahr digitale Assets gehalten oder für Finanztransaktionen genutzt hat. Die Investitionstätigkeit liegt jedoch deutlich über der tatsächlichen Nutzung für Zahlungen oder Überweisungen, wie aus einer Umfrage unter rund 13.000 US-Erwachsenen hervorgeht, die im Oktober 2025 durchgeführt wurde. Die Ergebnisse machen eine große Lücke zwischen der Einführung digitaler Assets und ihrer praktischen Nutzung im alltäglichen Handel deutlich.
Digitale-Asset-Adoption vs. Transaktionsnutzung
Laut dem Fed-Bericht kauften oder hielten 9% der US-Erwachsenen in dem vergangenen Jahr digitale Assets zu Anlagezwecken. Im Gegensatz dazu gaben nur 2% der Erwachsenen an, digitale Assets für Finanztransaktionen zu verwenden. Konkret nutzten 2% digitale Assets, um Waren und Dienstleistungen zu bezahlen, während 1% sie nutzte, um Geld an Freunde oder Familie zu senden.
Gründe für die Digitale-Asset-Adoption
Unter denjenigen, die digitale Assets für Finanztransaktionen nutzen, waren die wichtigsten Motive:
- Bevorzugung des Empfängers für digitale Assets: 26%
- Schnellere Übertragungsgeschwindigkeiten: 19%
- Datenschutz: 17%
- Gebührenreduzierung: 14%
- Fehlendes Vertrauen in Banken: 7%
Digitale Assets bei Unbanked-Bevölkerungsgruppen
Der Bericht stellte eine höhere Nutzung digitaler Asset-Transaktionen bei unbanked Erwachsenen fest – also bei Personen ohne herkömmliche Bankkonten. Sechs Prozent der unbanked Erwachsenen nutzten digitale Assets für Finanztransaktionen, verglichen mit 2% der Erwachsenen mit Bankkonto.
Finanzielle Lage von US-Haushalten
Der Fed-Bericht bewertete, dass sich die finanziellen Verhältnisse der US-Haushalte im Vergleich zum Vorjahr ähnlich entwickelt hätten. 73% der Befragten gaben an, ihre finanzielle Situation sei entweder „geht so“ oder sie „leben komfortabel“.