Globale Spreads bei Hochzinsanleihen weiten sich auf ein 14‑Monats‑Hoch aus, da die Risiken einer Stagflation steigen

Laut Bloomberg-Indizes hat sich die Kreditspread-Spanne zwischen bei CCC eingestuften und bei BB eingestuften Unternehmensanleihen auf 6,4 Prozentpunkte ausgeweitet und markiert damit ein 14-Monats-Hoch. Dies geschieht vor dem Hintergrund steigender Stagflationsrisiken, die aus Spannungen im Mittleren Osten und hohen Ölpreisen resultieren. Die Divergenz signalisiert, dass das Vertrauen der Anleger in stark verschuldete Unternehmen nachlässt, die in Phasen ultraniedriger Zinsen Schulden aufgebaut haben und nun Gegenwind durch höhere Ölpreise, erhöhte Zinssätze und ein verlangsamtes Wirtschaftswachstum bekommen. Der Leiter für Festverzinsliche bei Federated Hermes, Mitch Reznick, warnte, dass stark verschuldete Firmen bei einer Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen von Disinflation zu Re-Inflation und schließlich Stagflation vor einer „erheblichen Herausforderung“ stehen, da die operativen Cashflows sinken und die Finanzierungskosten steigen. Der Leiter für Leverage Finance bei Pimco, David Forgash, warnte, dass der Markt für High Yield zu einer „stark gespaltenen“ Struktur geworden sei, in der echte Kreditrisiken in engen Gesamts Spreads verborgen würden. Währenddessen zeigen US-Indizes für Leveraged Loans, dass Loans mit CC-Rating in diesem Quartal um 8% gefallen sind, verglichen mit einem Plus von 1,4% bei Loans mit BB-Rating.
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