Laut einer von MarketWatch berichteten Recherche von Goldman Sachs zeigt die neueste 9-Indikator-Einschätzung der Bank zur Lage an den Aktienmärkten, dass der S&P 500 bislang noch nicht die extreme Spekulation erkennen ließ, die typisch für die Dotcom-Blase im Jahr 2000 oder den Rally nach der Pandemie 2021 war. Die 9 Indikatoren—mit Fokus auf Kursmomentum, Handelsaktivität, Anlegerstimmung und das Verhalten von Unternehmen—liegen derzeit im Durchschnitt beim 66. Perzentil, deutlich unter dem 99. Perzentil in den Jahren 2000–2001 und dem 92. Perzentil im Jahr 2021.
Der Strategien Ben Snider wies darauf hin, dass zwar einige Kennzahlen weiterhin erhöht seien, die jüngste S&P-500-Rally seit Ende März jedoch vor allem durch Verbesserungen bei den Unternehmensgewinnen angetrieben worden sei, nicht durch spekulatives Übermaß. Die Gewinn je Aktie-Schätzungen (Earnings-per-Share) der S&P-500-Unternehmen stiegen um 16% und lagen damit über dem 8%-Anstieg des Index, was auf eine grundlegende Unterstützung hindeutet. Allerdings erreichte das Short Interest bei den S&P-500-Kandidaten im Durchschnitt 3,2%—das höchste Niveau seit der Finanzkrise 2008—was darauf hindeutet, dass Anleger weiterhin erhebliche Zweifel an weiteren Kursgewinnen hegen.