Laut einem aktuellen Bericht des Chefs für Aktienstrategie bei Goldman Sachs, Ben Snider, hat die Stimmung am US-Aktienmarkt historisch das 86. Perzentil erreicht. Sie liegt damit weiterhin unter dem Höhepunkt der 2000er Dotcom-Blase (100. Perzentil) und dem Allzeithoch des Bullenmarkts 2021 (95. Perzentil), zeigt jedoch beschleunigte Risikosignale.
Der S&P 500 stieg in rund zwei Monaten um 15%, bevor es am 5. Juni zu einem Rücksetzer kam. Die Verhältnisse von Rendite zu Volatilität erreichten dabei das 99. Perzentil über 46 Jahre an Daten hinweg. Snider identifizierte vier historische Auslöser für Umkehrphasen in Bullenmärkten—spekulativer Überschwang, nachlassende Wachstumsdynamik, massive Aktienemissionen und eine Straffung der Geldpolitik der Fed—und stellte fest, dass jede dieser Bedingungen inzwischen näher an Warnschwellen liegt als noch zu Jahresbeginn, wenngleich keine vollständig ausgelöst wurde. Die IPO-Aktivität erholt sich, Input-Kosten drücken die Gewinnmargen, und die Zinsmärkte preisen höhere Chancen für Fed-Zinserhöhungen ein.