Ein Equity-Strategistenteam von Bank of America Global Research unter der Leitung von Savita Subramanian hat institutionelle und Retail-Kunden formell dazu angehalten, Gewinne mitzunehmen. Die Beratung folgte dem jüngsten Anstieg des S&P 500, der offiziell 70 Prozent der historischen Wegweiser ausgelöst hat, die einem großen Markthoch vorangehen. Die plötzliche Eskalation im internen Warnsystem der Bank entspricht der exakt durchschnittlichen Schwelle, die kurz vor früheren zyklischen Marktkorrekturen zu sehen war. Das Unternehmen senkte sein S&P-500-Ziel für Jahresende auf 7.100. Die schnelle Verschlechterung wird durch extreme Bewertungskennzahlen, überdehnte Erwartungen an das langfristige Wachstum sowie eine ungesunde Konzentration der Marktrenditen durch exzessive Spekulation in bestimmten Technologiesektoren getrieben. Das firmeneigene Modell der Bank erfasst zehn zentrale Indikatoren für Bärenmärkte, von denen sieben nun aktive Vorsichtssignale blinken. Der Risikoscore beschleunigte sich im zweiten Quartal dramatisch: von nur vier ausgelösten Indikatoren im März und fünf im April auf sieben bis zum Beginn des Junis.
Von 20 zentralen Bewertungsmetriken, die für den Benchmark-Index S&P 500 beobachtet werden, zeigen 17 inzwischen eine statistisch signifikante Überbewertung. Diese systemische Aufblähung zeigt sich besonders deutlich bei Aktien mit hohen Kurs-Gewinn-Verhältnissen (KGV bzw. P/E), die Low-P/E-Value-Aktien in einem nicht nachhaltig breiten Abstand übertroffen haben. Der Research-Notiz zufolge wird diese dramatische Divergenz explizit als klassisches, gefährliches Anzeichen exzessiver Spekulation eingeordnet. Es wird gewarnt, dass die aktuellen Erwartungen an das langfristige Wachstum Niveaus überschritten haben, die in der Vergangenheit breite Aktienmärkte besonders stark für plötzliche Enttäuschungen verwundbar gemacht haben.
Die interne Fragmentierung hinter der Rekordleistung des Index wird zudem durch einen massiven Anstieg der Streuung der Renditen hervorgehoben, der auf Höchststände zurückgesprungen ist, wie sie zuletzt während der Marktpanik nach COVID-19 zu beobachten waren. Diese interne Fragmentierung bedeutet: Während der große, kapitalisierungsgewichtete Index an der Schlagzeile gemessen erstaunlich robust wirkt, erleben die weitaus meisten einzelnen Aktien in Wahrheit versteckte, hochvolatile Drawdowns. Die meisten passiven Anleger, die Kapital in den S&P 500 schütten, gehen davon aus, dass sie einen breit diversifizierten Korb der gesamten US-Wirtschaft erwerben. In Wirklichkeit halten sie jedoch eine stark konzentrierte, nach oben gewichtete Wette auf eine ausgewählte Gruppe großer Big-Tech-Giganten, deren zugrunde liegende Fundamentaldaten sichtbare Ermüdungserscheinungen zeigen.
Die zentralen fundamentalen Kennzahlen, die den Technologiesektor stützen, haben sich seit Jahresbeginn in mehreren Schlüsselbereichen abgeschwächt. Die Analysemodelle von Bank of America zeigen, dass die Umwandlung von Cashflows ins Stocken geraten ist, Unternehmensrückkaufprogramme in Relation zur gesamten Marktkapitalisierung deutlich langsamer laufen und der breitere Markt zunehmend mit einem höheren Angebot an Eigenkapitalemissionen sowie Investment-Grade-Unternehmensschuld verschwemmt wird. Die extreme Streuung innerhalb des Technologiesektors lässt sich am besten durch die schwindelerregende 120-Prozentpunkte-Spanne zwischen den Medianegewinnen der Top-Performing- und der Bottom-Performing-Quintile in den vergangenen drei Monaten veranschaulichen. Das entspricht der größten internen Lücke, die seit Februar 2000 verzeichnet wurde. Sie liegt nur knapp unter der 130-Prozentpunkte-Spanne, die das absolute Hoch der Dot-Com-Blase markierte.
Diese strukturellen Verwundbarkeiten werden zusätzlich von einem beispiellosen, risikoreichen Infrastruktur-Spend überlagert. BofA-Strategen prognostizieren, dass die gesamten Investitionsausgaben in Prozent des operativen Cashflows für große Anbieter von künstlicher-Intelligenz-Hyperscalern bis zum Jahresende nahezu 100 Prozent erreichen werden. Das ist ein massiver Sprung gegenüber der bereits hohen Zuteilung von 40 Prozent, die im Jahr 2023 verzeichnet wurde. Während die Bank klarstellt, dass ihre vorsichtige Haltung keine absolute Prognose eines unmittelbar bevorstehenden, katastrophalen Markteinbruchs ist, rät sie nachdrücklich von einer unreflektierten Exponierung gegenüber breit gestreuten, kapitalisierungsgewichteten Indexfonds ab. Stattdessen betont das Unternehmen, dass strenge Selektion jetzt von größter Bedeutung ist: Anleger sollen einzelne Aktien sowie historisch vernachlässigte Value-Sektoren suchen, die weiterhin isolierte, stark attraktive Chance-Risiko-Profile bieten.
Was hat das Strategistenteam von Bank of America den Kunden nach dem S&P-500-Rally geraten?
Ein Equity-Strategistenteam von Bank of America Global Research unter der Leitung von Savita Subramanian hat institutionelle und Retail-Kunden formell dazu angehalten, Gewinne mitzunehmen. Die Beratung folgte dem jüngsten Anstieg des S&P 500, der offiziell 70 Prozent der historischen Wegweiser ausgelöst hat, die einem großen Markthoch vorangehen. Das Unternehmen senkte sein S&P-500-Ziel für Jahresende auf 7.100.
Wie viele S&P-500-Bewertungsmetriken zeigen aktuell laut Bank of America Überbewertung?
Von 20 zentralen Bewertungsmetriken, die für den Benchmark-Index S&P 500 beobachtet werden, zeigen 17 inzwischen eine statistisch signifikante Überbewertung. Diese systemische Aufblähung ist besonders deutlich bei Aktien mit hohen Kurs-Gewinn-Verhältnissen (KGV bzw. P/E) zu sehen, die Low-P/E-Value-Aktien in einem nicht nachhaltig breiten Abstand übertroffen haben.
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