Golfstaaten überdenken die Sicherheitsabhängigkeit von den USA nach dem viermonatigen Iran-Konflikt und prüfen diversifizierte Verteidigungspartnerschaften

Laut der „New York Times“ prüfen die Golfstaaten einschließlich Bahrain, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten nach einer Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran erneut ihre seit langem bestehende Sicherheitsabhängigkeit von den Vereinigten Staaten, nachdem es zu einem viermonatigen regionalen Konflikt gekommen ist. Die iranischen Streitkräfte und ihre Verbündeten führten Angriffe auf militärische und energiewirtschaftliche Infrastruktur in mehreren Ländern durch und stören zudem den Betrieb in der Straße von Hormus. Analysten verweisen auf wahrgenommene Lücken in den US-Verteidigungsfähigkeiten gegen Drohnen- und Raketenangriffe, weshalb Golfstaaten ermutigt werden, ihre Sicherheitskooperationen zu diversifizieren – mit europäischen und asiatischen Ländern – und gleichzeitig die militärische Koordination innerhalb der Region zu verstärken. Sanam Vakil, Leiterin des Nahost-Programms bei Chatham House, sagte: „Die Sicherheitszusagen der USA sind nicht mehr so zuverlässig wie früher.“ Berichten zufolge erwägen Golfbeamte Möglichkeiten, die ausschließliche Abhängigkeit von den USA zu verringern, unter anderem durch eine ausgeweitete internationale Verteidigungskooperation und gemeinsame Initiativen zur Beschaffung von Waffen.
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