Hongkong-Tianfeng International Securities-Analyst Guo Mingqi (郭明錤) sagte, dass OpenAI zusammen mit MediaTek und Qualcomm an der Entwicklung von Smartphone-Prozessoren arbeitet, wobei Luxshare Precision als exklusiver Partner für das System-Co-Design und die Fertigung fungiert. Die Produktion in Serie soll frühestens 2028 beginnen. Falls die Meldung sich als wahr erweist, bedeutet dies nicht nur, dass OpenAI vom Software-Service in den Hardware-Markt expandiert, sondern möglicherweise auch, dass die Smartphone-Industrie in eine neue Ära von „AI-Agent-Handys“ eintritt.
OpenAI will sein eigenes Handy bauen und das Muster der Mensch-Maschine-Interaktion neu definieren
Guo Mingqi ist der Ansicht, dass die Kernlogik von OpenAI beim Bau von Smartphones nicht darin liegt, noch ein herkömmliches Smartphone zu entwickeln, sondern darin, die Art und Weise, wie Menschen und Smartphones miteinander interagieren, neu zu definieren. In der Vergangenheit bestand die Nutzungslogik von Smartphones darin, dass Nutzer nacheinander eine Reihe von Apps öffnen und damit jeweils Anforderungen wie einen Fahrdienst bestellen, Essen bestellen, Informationen abrufen, bezahlen, Nachrichten senden usw. erfüllen; in der Ära der AI Agents besteht das, was Nutzer wirklich tun wollen, jedoch nicht darin, „Apps zu verwenden“, sondern „Aufgaben zu erledigen“.
Die Smartphone-Oberfläche könnte sich daher von app-Icons als Zentrum hin zu einem neuen Modus verlagern, in dem ein KI-Agent die Bedürfnisse versteht, Aufgaben zerlegt, Dienste aufruft und Operationen ausführt.
Das ist auch der Grund, warum OpenAI möglicherweise dafür entscheidet, das Handy selbst zu bauen. Guo Mingqi sagte, wenn OpenAI einen vollständigen AI-Agent-Service anbieten will, müsse OpenAI gleichzeitig das Betriebssystem und die Hardware beherrschen, damit der KI-Agent den Zustand des Nutzers tiefgehend verstehen und in unterschiedlichen Situationen in Echtzeit Schlussfolgerungen ziehen und ausführen kann. Mit anderen Worten: Das Handy ist nicht nur das Endgerät, um ChatGPT auszuführen, sondern der personalisierte Sensor-Eingang, der den aktuellen Zustand des Nutzers am besten fortlaufend erfasst.
OpenAI-Handy-Lieferkette könnte noch vor Jahresende festgelegt werden
Aus technischer Sicht wird das OpenAI-AI-Agent-Handy nicht einfach nur auf Cloud-Modelle setzen und auch nicht vollständig auf Edge-seitige KI. Stattdessen wird ein stark integriertes Modell aus Cloud und Geräteseite verfolgt. Guo Mingqi wies darauf hin, dass das Smartphone den Nutzungskontext kontinuierlich verstehen können muss; daher werden energieeffiziente Steuerung, Speicherhierarchie-Management und Rechenfähigkeiten von kleinen Modellen zu Schlüsselkomponenten im Prozessordesign werden. Was komplexere Aufgaben betrifft, die viel Rechenleistung erfordern, wird weiterhin von der Cloud-KI übernommen.
Das erklärt auch, warum MediaTek und Qualcomm möglicherweise zu gemeinsamen Entwicklungspartnern für die Prozessoren des OpenAI-Handys werden. Guo Mingqi erwartet, dass die entsprechenden Spezifikationen und die Liste der Lieferanten möglicherweise Ende 2026 bis ins erste Quartal 2027 festgelegt werden. Wenn OpenAI in der Anfangsphase auf den globalen Markt für High-End-Smartphones zielt, beträgt die Größenordnung der jährlichen Auslieferungen dieses Marktes etwa 300 bis 400 Millionen Stück. Sobald AI-Agent-Handys eine neue Runde des Smartphone-Wechselzyklus auslösen, wird dies für die Prozessor-Lieferkette wahrscheinlich zum langfristigen Wachstumsmotor.
OpenAI soll zuvor die Zusammenarbeit mit Luxshare Precision bei der Entwicklung von Consumer-KI-Geräten angekündigt haben
Es ist bemerkenswert, dass dies nicht das erste Mal ist, dass OpenAI mit dem Vorhaben in Verbindung gebracht wurde, Consumer-Hardware aufzulegen. Reuters hatte letztes Jahr unter Berufung auf The Information berichtet, dass OpenAI mit Apples Zulieferer Luxshare Precision zusammenarbeitet, um Consumer-KI-Geräte zu entwickeln. Dieses Gerät wird als taschenfreundlich beschrieben und soll über Fähigkeiten zur Kontextwahrnehmung verfügen; außerdem soll es tief in die OpenAI-Modelle integriert werden. OpenAI hatte zuvor außerdem Hardware im Wert von 6,5 Milliarden US-Dollar gekauft, die von der Hardware-Startup io Products stammt, die von dem ehemaligen Apple-Designer Jony Ive gegründet wurde. Das zeigt, dass die Hardware-Strategie von OpenAI bereits früh Gestalt anzunehmen begonnen hat.
Für Luxshare Precision hat die strategische Bedeutung dieser Zusammenarbeit besonders großes Gewicht. Guo Mingqi sagte, egal wie sehr Luxshare Precision sich bemüht: Es sei nach wie vor recht schwierig, im Apple-Zuliefernetzwerk die Montageposition von Foxconn (鸿海) zu übertreffen. Daher besteht, falls Luxshare Precision in der nächsten Generation der AI-Agent-Handy-Lieferkette von OpenAI eine frühe Position einnehmen kann, die Chance, in der nächsten Runde der Smartphone-Ära zu einem der Hauptnutznießer zu werden.
Dieser Artikel Guo Mingqi: OpenAI muss ein AI-Agent-Handy machen, MediaTek, Qualcomm und Luxshare Precision werden zur entscheidenden Lieferkette, erschien zuerst bei LianNews ABMedia.