Klarere Krypto-Regeln und geringere Compliance-Anforderungen könnten die US-Kapitalmarktstrategie unter dem SEC-Vorsitzenden Paul S. Atkins umsteuern. Die Wende deutet auf eine breitere Unterstützung für die Blockchain-Finanzierung hin, während der Anlegerschutz im Zentrum der Aufsicht bleibt.
Wichtige Erkenntnisse:
Die regulatorische Neuausrichtung bei der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) gestaltet laut dem Vorsitzenden Paul S. Atkins vom 21. April die Aufsicht über Digital Assets und die Kapitalmarktstrategie neu. In einem Vortrag im The Economic Club of Washington skizzierte der Regulierer einen Wandel hin zu klareren Krypto-Rahmenwerken, geringeren Compliance-Belastungen und einer erneuerten Betonung von Ergebnissen mit Fokus auf Anleger.
Atkins hob eine strukturierte Reformagenda hervor und ging dabei auf Finanzverantwortliche ein. Er argumentierte, dass eine frühere regulatorische Ausweitung Innovation und Kapitalbildung eingeschränkt habe. Er erklärte:
„In dem vergangenen Jahr ist diese SEC entschlossen auf das Ziel von Präsident Trump zugegangen, Amerika zum Krypto-Kapital der Welt zu machen.“
Die Bemerkungen spiegeln eine breitere institutionelle Zäsur wider: Es geht darum, blockchainbasierte finanzielle Aktivitäten zu ermöglichen und zugleich die Abstimmung mit anderen Regulierungsbehörden und dem Kongress aufrechtzuerhalten.
Am 17. März gaben die SEC und die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) eine gemeinsame interpretierende Veröffentlichung mit dem Titel „Application of the Federal Securities Laws to Certain Types of Crypto Assets and Certain Transactions Involving Crypto Assets“ heraus. Das Dokument legte eine Taxonomie mit fünf Kategorien fest, die klarere Abgrenzungen liefern soll. Es ordnet digitale Commodities, digitale Sammelobjekte, digitale Tools und Zahlung-Stablecoins im Allgemeinen nicht als Wertpapiere ein, während digitale Wertpapiere unter bestehendes Wertpapierrecht fallen. Das Rahmenwerk führte außerdem eine Trennungslehre ein, die darauf hinweist, dass Tokens sich von anfänglichen Investmentverträgen lösen können, sobald die Verpflichtungen des Emittenten enden. Zusätzliche Leitlinien gingen auf On-Chain-Aktivitäten ein und erklärten, dass Protocol Mining und Staking eher verwaltungstechnische Funktionen als Wertpapiertransaktionen seien, wodurch der regulatorische Rahmen enger gefasst wird.
Zusätzlich skizzierte der SEC-Vorsitzende eine Drei-teilige A-C-T-Strategie, die darauf abzielt, regulatorische Systeme voranzubringen, zu klären und zu transformieren. Er verwies auf laufende Arbeiten im Zusammenhang mit On-Chain-Märkten und tokenisierten Assets sowie auf ein Memorandum of Understanding mit der CFTC, um die aufsichtsrechtliche Zuständigkeit zu harmonisieren. Weitere Reformen erstrecken sich auf börsengehandelte Fonds (ETFs)-Strukturen und private Kreditmärkte, in denen Transparenz, Bewertung und Liquiditätsaspekte weiterhin genau geprüft werden.
Mit Blick auf kurzfristige regulatorische Maßnahmen im Zusammenhang mit der Innovation im Digital-Asset-Bereich schloss Atkins:
„Wir stehen kurz davor, das freizugeben, was ich als ‚Innovationsbefreiung‘ bezeichne: Sie wird Marktteilnehmern einen abgegrenzten Rahmen bieten, um damit zu beginnen, den Handel tokenisierter Wertpapiere On-Chain in einer konformen Art und Weise zu ermöglichen, während die Kommission an langfristigen Regeln des Weges arbeitet.“
Zuvor hatte er die Befreiung als Teil einer breiteren Anstrengung beschrieben, dem Krypto-Markt eine stabilere regulatorische Grundlage zu geben, um Innovation in den USA zu unterstützen. Dabei positionierte er den Rahmen als entscheidenden Schritt hin zur Formalisierung der On-Chain-finanziellen Infrastruktur.
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