House Oversight startet Untersuchung zu Insiderhandel bei Kalshi und Polymarket

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Der Vorsitzende des House Oversight and Government Reform Committee, James Comer, hat am Freitag eine parlamentarische Untersuchung zu Insiderhandel-Schutzmaßnahmen bei den Prediction-Market-Plattformen Kalshi und Polymarket gestartet. Comer schickte beiden Plattformen Schreiben an ihre jeweiligen CEOs und bat um Unterlagen, in denen die Identitätsverifizierungsverfahren, die Durchsetzung geografischer Beschränkungen und Methoden zur Erkennung ungewöhnlicher Handelsaktivitäten detailliert beschrieben werden. Die Untersuchung wurde bei CNBCs „Squawk Box“ angekündigt und konzentriert sich auf Trades im Zusammenhang mit Wahlen sowie mit US-Militäraktionen in Venezuela und im Iran. Comer sagte, sein Ziel sei es, das Ausmaß von Insiderhandel zu ermitteln und Gesetzgebung zu entwickeln, die es Mitgliedern des Kongresses, Regierungsbeamten der Administration und Regierungsmitarbeitern verbietet, auf Prediction Markets zu handeln. Sowohl Polymarket-CEO Shayne Coplan als auch Kalshi-CEO Tarek Mansour wurden angewiesen, die angeforderten Unterlagen und Mitteilungen bis zum 5. Juni bereitzustellen.

Dokumentierte Handelsvorfälle

Die Untersuchung reagiert auf mehrere bestätigte Fälle verdächtigen Handels. Im April wurde ein US-Soldat festgenommen, weil er angeblich Insiderinformationen über die Absetzung des ehemaligen venezolanischen Staatschefs Nicolas Maduro genutzt habe, um Polymarket-Wetten in Höhe von insgesamt ungefähr 400.000 US-Dollar zu platzieren. Eine Untersuchung der New York Times identifizierte mehr als 80 Polymarket-Nutzer, die verdächtige Trades vorgenommen hatten, darunter Wetten, die Stunden vor US- und israelischen Angriffen auf den Iran platziert worden waren.

Plattformmaßnahmen und Compliance-Vorkehrungen

Beide Plattformen setzten vor der Ankündigung am Freitag Kontrollen um. Kalshi suspendierte im April drei Kandidaten für den Kongress, nachdem sie Wetten auf ihre eigenen Rennen platziert hatten, wodurch sie gegen die Unternehmensregeln verstießen. Polymarket beauftragte Ende April das Blockchain-Analytics-Unternehmen Chainalysis, um Insiderhandel und Marktmanipulation zu erkennen, als Teil seiner Bemühungen, die CFTC-Zulassung zu erhalten.

Gesetzgeberischer und regulatorischer Kontext

Comers Untersuchung folgt auf ein Schreiben vom 11. Mai an das Oversight Committee von sieben demokratischen Abgeordneten, die von Rep. Chris Pappas aus New Hampshire angeführt wurden, und in dem die Vorladung beider Plattformen gefordert wird. Im aktuellen Kongress wurde parteiübergreifende Gesetzgebung eingeführt, die auf Insiderhandel bei Prediction Markets abzielt; mehrere Gesetzentwürfe beschränken dabei ausdrücklich Trades durch Personen, die Zugriff auf nicht öffentliche Regierungsinformationen haben.

Kalshi arbeitet unter CFTC-Regulierung in New York und verbietet anonymen Handel. Polymarket ist in Panama lizenziert und betreibt seine primäre Plattform außerhalb der US-Regulierungsaufsicht, hält jedoch ein separates, eingeschränktes CFTC-reguliertes Produkt für inländische Nutzer vor.

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