Laut Angaben des Nutzers begann Hyperliquid damit, Wallets mit indirekten Verbindungen zu HTX seit dem 26. Mai 2026 zu blockieren. Hintergrund: Die britischen Behörden hatten die Börse wegen des Verdachts auf die Umgehung von Russland-Sanktionen im Gegenwert von 1,5 Milliarden US-Dollar sanktioniert. Der Nutzer behauptet, die in Singapur registrierte Plattform habe eine zu strenge Auslegung der britischen Sanktionen übernommen und blockiere Adressen bereits auf Basis minimaler Kontakte mit HTX – einschließlich Fällen, in denen Nutzer anderen lediglich Geld geliehen hätten, während die gelinkten Wallets mit HTX verbunden waren.
Andere Plattformen gingen anders vor. OpenSea hob ähnliche Wallets innerhalb von Stunden wieder auf, während Lighter und andere Exchanges sie gar nicht blockierten. Das deutet darauf hin, dass transparente Einspruchsverfahren nicht zwangsläufig rechtliche Risiken erzeugen. Der On-Chain-Analyst ZachXBT stellte fest, dass solche strengen Auslegungen die Einschätzung von Blockchain-Risiken geschwächt haben: Compliance-Systeme würden inzwischen viele normale Wallets als „high risk“ einstufen, nur weil sie in der Vergangenheit mit HTX interagiert hatten.