Der iranische Präsident entschuldigt sich selten bei den Nachbarländern im Nahen Osten für "unterscheidungslose Angriffe". Was steckt dahinter?

Irans Präsident Ebrahim Raisi entschuldigte sich am 7. März in einer Fernsehansprache bei den Nachbarländern im Nahen Osten, die von Iran angegriffen wurden. Dies ist äußerst selten in der iranischen Politikgeschichte. Die BBC analysiert, dass hinter dieser Geste drei Überlegungen stehen: die Deeskalation in der Region, die Zeit für einen Führungswechsel zu gewinnen und ein pragmatisches Verhandlungsbild zu schaffen.
(Vorgeschichte: Trump erklärt: „Nur unbedingte Kapitulation Irans bringt einen Waffenstillstand!“ Nahost-Konflikt eskaliert, Öl- und Dollarpreise steigen stark, Bitcoin fällt auf 68.000 USD)
(Hintergrund: Dubai hat keine US-Militärbasen – warum wurde es trotzdem von Iran angegriffen? Neutraler Finanzzentrum schlägt Alarm)

Inhaltsverzeichnis

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  • Motivation 1: Verhinderung der Ausbreitung des Krieges, Deeskalation in der Region

  • Motivation 2: Stabilisierung der inneren Lage, Zeit für einen Führungswechsel gewinnen

  • Motivation 3: Schaffung eines pragmatischen Images, Signale für Verhandlungen an den Westen senden

  • Ölpreise steigen innerhalb einer Woche um 35 %

Irans Präsident Ebrahim Raisi (Masoud Pezeshkian) hielt am 7. März eine Rede im staatlichen Fernsehen, in der er sich öffentlich bei den Nachbarländern im Nahen Osten entschuldigte, die von Iran angegriffen wurden. Dies ist in der iranischen Politikgeschichte äußerst selten. Die BBC analysiert, dass diese Entschuldigung drei mögliche Motive haben könnte, die gleichzeitig bestehen.

Motivation 1: Verhinderung der Ausbreitung des Krieges, Deeskalation in der Region

Raisi zielt mit dieser Geste vor allem darauf ab, eine weitere Eskalation des Konflikts zu verhindern. Wenn Teheran weiterhin die umliegenden Länder gegen sich aufbringt, wird Iran in der Region noch isolierter. Diese öffentliche Entschuldigung sendet eine klare Botschaft an die Nachbarländer: Iran beabsichtigt nicht, den Krieg auf größere Gebiete auszuweiten.

Motivation 2: Stabilisierung der inneren Lage, Zeit für einen Führungswechsel gewinnen

Mit dem Tod des Oberhaupts Khamenei liegt die höchste Entscheidungsgewalt im Iran nun bei einem temporären Komitee. Pezeshkian’s Entschuldigung wird als strategischer Schritt gesehen, um die Lage während der Machtvakuums zu stabilisieren und Übergangszeit für die Etablierung einer neuen Führung zu gewinnen.

Innenpolitisch sind harte Linien im Iran jedoch bereits öffentlich gegen diese Äußerung kritisiert worden, was auf tiefgehende Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Landes hindeutet.

Motivation 3: Schaffung eines pragmatischen Images, Signale für Verhandlungen an den Westen senden

Die BBC analysiert weiter, dass diese Entschuldigung möglicherweise den Anfang einer Neupositionierung der iranischen Innenpolitik markiert. Durch die Demonstration einer pragmatischen Haltung versucht Raisi, den Westen als Verhandlungspartner zu präsentieren, der „verhandlungsfähiger“ ist, und so den Weg für zukünftige diplomatische Bemühungen zu ebnen.

Ölpreise steigen innerhalb einer Woche um 35 %

Die Reaktion des Marktes auf die iranische Entschuldigung betrifft neben geopolitischen Überlegungen vor allem die Ölpreise.

US-Öl erreichte in dieser Woche den größten Wochenanstieg seit 1982, mit einem Plus von 34,5 %. Brent-Öl stieg auf über 93 USD. Diese Zahl ist bedeutend, weil sie direkt die Zinspolitik der Federal Reserve beeinflusst. Wenn die Ölpreise hoch bleiben, steigen die Inflationsaussichten wieder an, und die im Markt erwartete Zinssenkung im Juni wird unwahrscheinlicher.

Trump verkündete auf Truth Social, Iran habe „sich entschuldigt“ und forderte vollständige Kapitulation. Analysten prognostizieren, dass ein Waffenstillstand wahrscheinlich um den 12. März herum eintreten wird. Raisi’s eigene Formulierung lässt jedoch Spielraum: Er kritisierte gleichzeitig die unbedingte Kapitulationsforderung der USA als „eine Fantasie, die in den Graben geworfen werden sollte“.

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