Tesla hat dem US-Börsenaufsichtsamt SEC kürzlich einen aktuellen Bericht eingereicht und dabei offengelegt, dass das Buchgehalt des CEO Elon Musk für das Jahr 2025 bei 158,3 Milliarden US-Dollar liegt, er jedoch am Ende keinen einzigen Dollar davon ausgezahlt bekam. Grund dafür ist, dass seine Vergütung auf einem reinen Aktien-Zuteilungsmodell basiert: Für dieses Jahr belaufen sich die tatsächlich vereinnahmten Cash-Zahlungen sowie die bereits zugeteilten Aktien bei null. Der Bericht führt aus, dass diese enorme Vergütung vor allem aus der „CEO-Leistungsprämie für 2025“ und der „CEO-Übergangsprämie für 2025“ besteht, die auf Basis des beizulegenden Zeitwerts berechnet werden. Nachdem Ende 2025 das Delaware-Gericht sein Vergütungsklageverfahren aus dem Jahr 2018 wiederaufgenommen hat, wurden die oben genannten Übergangsprämien folgerichtig vollständig eingezogen.
Gesamtvergütung in Höhe von 158,3 Milliarden US-Dollar, Musk hat keinen einzigen Dollar erhalten
Laut dem von Tesla eingereichten, überarbeiteten Jahresbericht (Form 10-K/A Annual Report) beträgt die Gesamtvergütung, die Musk für 2025 gemeldet hat, 158,3 Milliarden US-Dollar. Obwohl die Zahl gewaltig ist, hat er tatsächlich keine Barzahlungen für ein Basisgehalt oder nicht aktienbasierte Bonuszahlungen erhalten. Seit 2019 hat Tesla auf seinen Wunsch die Grundvergütung gestrichen, was bedeutet, dass seine Vergütung vollständig von Eigenkapital abhängt. Die enorme Zahl in der Finanzberichterstattung ergibt sich aus einer Schätzung nach US-amerikanischen Rechnungslegungsgrundsätzen zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) von Aktienzuteilungen am Tag der Gewährung, nicht aus tatsächlich verbuchten liquiden Vermögenswerten. Daher klaffen die Berichtsdaten und sein tatsächlich verfügbares Vermögen deutlich auseinander.
Aufschlüsselung der Vergütungsstruktur der 158,3 Milliarden US-Dollar an Leistungsprämien
Diese 158,3 Milliarden US-Dollar Vergütung teilen sich im Wesentlichen in zwei große Blöcke. Den größten Anteil macht eine „CEO-Leistungsprämie für 2025“ mit einem Wert von rund 132,3 Milliarden US-Dollar aus. Dieses Programm verlangt, dass Tesla eine Reihe extrem anspruchsvoller Kennzahlen für den Betrieb sowie Kurswert-Ziele erreicht, damit die Prämie schrittweise freigeschaltet werden kann; bis Ende 2025 wurden unter diesem Anreiz noch keine Anteile unter die Vesting-Bedingungen gestellt (Vesting).
Der zweite Teil ist eine „CEO-Übergangsprämie für 2025“ mit einem Wert von rund 26,1 Milliarden US-Dollar. Diese wurde ursprünglich eingerichtet, um während des Rechtsstreits um die Vergütung aus dem Jahr 2018 sicherzustellen, dass der CEO im Übergang weiterhin im Amt bleibt. Im Dezember 2025 hob jedoch der Oberste Gerichtshof des Bundesstaats Delaware das erstinstanzliche Urteil auf und stellte damit das Leistungsvergütungsprogramm für Musk aus dem Jahr 2018 offiziell wieder her. Auf Grundlage dieses Urteils bestätigte ein Sonderausschuss des Tesla-Vorstands, dass die ursprünglich als Ausweichlösung vorgesehene „CEO-Übergangsprämie für 2025“ ihre notwendige Existenzberechtigung verloren hat. Diese 26,1 Milliarden US-Dollar an Aktienvergütung wurden am 21. April 2026 vollständig eingezogen.
Hohes Risiko, stark gekoppelt an die Marktkapitalisierung des Unternehmens
Tessas Vergütungsdesign zeigt ausgeprägte Eigenschaften von hohem Risiko und hoher potenzieller Rendite. Das Wachstum von des CEO Vermögen ist vollständig an die Marktkapitalisierung des Unternehmens sowie an dessen Gewinnentwicklung gebunden. Wenn die von dem Vorstand festgelegten strengen Kriterien nicht erreicht werden, lassen sich die bilanzierten großen Aktienbestände nicht in reale Vermögenswerte umwandeln. Dieses System kann zwar das Management wirksam dazu anreizen, den größtmöglichen Nutzen für das Unternehmen zu verfolgen, es kann aber auch dazu führen, dass Unternehmen eher aggressive operative Strategien verfolgen.
Reuters hat kürzlich außerdem offengelegt, dass SpaceX eine geheime Börsenzulassungsanmeldung bei der SEC eingereicht hat. Dabei wird eine Vergütungsplanung enthüllt, die sich wie eine Sci-Fi-Handlung liest. Musk erhält dabei seine Vergütung direkt gekoppelt an die Marskolonisierung und die Datenzentren im All. Sobald die Marktkapitalisierung des Unternehmens 7,5 Billionen US-Dollar übersteigt und auf dem Mars mindestens eine permanente menschliche Kolonie geschaffen wird, die mindestens 1 Millionen Menschen aufnehmen kann, erhält Musk 200 Millionen Aktien mit superem Stimmrecht als beschränkte Aktien.
(SpaceX: Musk’s 200 Millionen-Aktien-Vergütungsschema bekannt! Erst wenn eine Million Menschen auf die Mars-Kolonisierung gehen, wird es ausgezahlt)
Der Artikel „Lässt Musk bei Tesla nur umsonst arbeiten? Warum die 1 Billionen-Vergütung für 2025 auf null fällt?“ erschien zum ersten Mal bei Chain News ABMedia.