CNBC-Moderator Jim Cramer äußerte sich am 10. Mai zu KI-Rechenzentrums-Aktien: Selbst nachdem die Kurse bereits stark gestiegen sind, sei der Einstieg „noch nicht zu spät“, weil die Investitionsausgaben der Super-Cloud-Anbieter (Hyperscaler) und die Umsatz-Erwartungen ab dem kommenden Jahr dazu führen, dass die Rechenzentrums-Branche schwer fallen kann. CNBC fasst zusammen: Cramer ist der Ansicht, dass KI von einer „schmalen Tech-Story“ zu einer „breit aufgestellten wirtschaftlichen Umwälzung“ geworden ist – und dass sie Branchen von Versorgern über Industrie bis hin zu Technologie von „einer Flut an Kapital“ getroffen hat.
Cramer empfiehlt KI-Rechenzentrums-Aktien: quer über Chips, Infrastruktur, Strom und Cloud
Cramer nennt KI-Profiteure in vier großen Kategorien:
Chips: Western Digital, Micron (Speicher und Storage); ASML, Applied Materials (Wafer-Equipment)
Infrastruktur und Netzwerke: Dell (Server), Vertiv (Kühlung), Eaton (Energieanlagen), Cisco, Arista (Netzwerk), Corning (Glasfaser)
Strom und Energie: Vistra, GE Vernova, Constellation Energy
Cloud-Plattformen: Amazon Web Services, Microsoft Azure, Google Cloud
Diese Liste deckt „den gesamten Stack für den Rechenzentrumsaufbau“ ab – von Chips bis zu Servern, von der Kühlung bis zum Strom, vom Netzwerk bis zu den Cloud-Plattformen. Cramers Sichtweise ist, dass KI-Capex nicht mehr nur auf GPUs konzentriert ist, sondern sich auf jede Ebene der Lieferkette für den Rechenzentrumsbau ausweitet.
Logik: Investitionsausgaben der Hyperscaler und die Umsatz-Erwartungen ab dem kommenden Jahr
Cramers konkrete Argumente dafür, warum es „noch nicht zu spät“ ist:
Die Investitionsausgaben der Hyperscaler (Amazon, Microsoft, Google, Meta) sind bereits veröffentlicht und in ihrer Größenordnung erstaunlich
Ab dem kommenden Jahr werden diese Rechenzentren beginnen, Umsätze beizusteuern
„Es ist schwer vorstellbar, dass KI-Rechenzentrums-Aktien fallen“
KI hat sich von einer schmalen Tech-Story auf mehrere Bereiche ausgeweitet – Versorger, Industrie und Technologie
Cramers Argumente basieren auf bereits öffentlich kommunizierten Capex-Guidances und sind keine Vorhersage noch nicht veröffentlichter Zahlen. Der Bericht von abmedia vom 9. Mai über den Alphabet-Cloud-Backlog von 4620 Milliarden US-Dollar liefert dafür eine konkrete Unterstützung – in den nächsten Jahren sind Cloud-Umsätze vertraglich abgesichert.
Gegenüberstellung: Zusammenhang mit dem Thema des Wechsels der KI-Chip-Generation, das wir diese Woche behandeln
Der Bezug zwischen Cramers Stellungnahme und den bestehenden Berichten von abmedia:
5/9 Wall Street „Wechsel der KI-Chip-Generation“: Der Markt verlagert sich von der Verteilung auf einen einzelnen GPU-Leitkonzern hin zu einem Full-Stack-Anbieter für KI
5/10 Umsetzung der Alphabet-KI-Full-Stack-Strategie: Konkrete Darstellung des Cloud-Backlogs von 4620 Milliarden US-Dollar
Cramers Liste überführt diesen Blickwinkel in eine konkrete Aktienliste und deckt dabei breitere Teilindustrien ab
Konkrete nachverfolgbare Ereignisse: Die Q2-Ergebnis-Guidances der einzelnen Aktien aus der oben genannten Liste, ob die Capex der Hyperscaler im zweiten Halbjahr angehoben wird, sowie die HBM-Auslieferungszahlen von SK Hynix und Micron (in die gleiche Richtung wie der heutige Bericht von abmedia zur Stärke der KOSPI-Halbleiter).
Der Artikel „Jim Cramer: KI-Rechenzentrums-Aktien ‚noch nicht zu spät‘“, dessen Liste vier große Kategorien von Chips bis Strom umfasst, erschien zuerst bei 鏈新聞 ABMedia.