Laut dem Forschungsbericht von JPMorgan Chase, der am Mittwoch (1. Juli) veröffentlicht wurde, hat sich die Gewinnlücke der KI-Branche zwischen Halbleiterherstellern und Cloud-Dienstleistern auf ein nicht nachhaltiges Niveau ausgeweitet. Die Bank prognostiziert, dass die fünf großen Cloud-Dienstleister (Google, Amazon, Meta, Microsoft und Oracle) im Jahr 2026 Kapitalausgaben in Höhe von 758,1 Milliarden US-Dollar tätigen werden, was einer Verdoppelung im Jahresvergleich entspricht, und dass diese bis 2027 auf 925 Milliarden US-Dollar steigen. Allerdings wird erwartet, dass das Wachstum im Jahr 2027 auf 22 % stark zurückgeht und danach weiter abnimmt.
JPMorgan nennt zwei mögliche Szenarien: ein positives Szenario, in dem Cloud-Anbieter ihre Rentabilität durch die Monetarisierung von KI-Diensten (Token-Preise und Compute-Rental) verbessern, oder ein negatives Szenario, in dem hohe Margen der Chip-Hersteller die nachgelagerten Gewinne drücken, was Cloud-Anbieter zu Kürzungen der Kapitalausgaben zwingt und die Nachfrage nach Halbleitern verringert. Die Bank betonte, dass die Überwachung der Preise für KI-Compute-Rental und der Token-Preise für große Sprachmodelle als Schlüsselindikatoren wichtig sei, da diese darüber entscheiden werden, ob die Branche ihren Wachstumskurs beibehält oder in einen Gewinnkompressionszyklus eintritt.