Der US-Senat hat am 11. Mai mit 49–44 Stimmen dafür gestimmt, Kevins Warshs Nominierung zum Chef der Federal Reserve voranzubringen, womit eine zentrale verfahrensbezogene Hürde genommen wurde. Die Abstimmung ermöglicht es dem Senat, separate Bestätigungen für seine 14-jährige Amtszeit als Fed-Gouverneur und seine vierjährige Amtszeit als Vorsitzenden durchzuführen. Falls er bestätigt wird, wird erwartet, dass Warsh Jerome Powell ersetzt, wenn dessen Amtszeit als Führungskraft am 15. Mai 2026 endet. Der Senat wird voraussichtlich am 12. Mai über Warshs Gouverneursnominierung abstimmen, wobei eine finale Entscheidung über seine Vorsitzenden-Nominierung möglicherweise am 13. Mai folgen könnte.
Warshs erwartete Bestätigung kommt, während die Daten zum Verbraucherpreisindex (April) zeigten, dass die Schlagzeilen-Inflation monatlich um 0,6% auf 3,8% im Jahresvergleich gestiegen ist – über der Schätzung von 3,7% im Konsens. Die Kerninflation erreichte 2,8% im Jahresvergleich. Die heißer als erwarteten Inflationsdaten erhöhen die Komplexität für den geldpolitischen Ausblick der Fed und könnten die Erwartungen für Zinssenkungen in der nahen Zukunft senken, was für Warshs potenziell erste Wochen als Vorsitzender einen anspruchsvolleren Hintergrund schafft.