Wie Fliegen mit dem Raumschiff! SpaceX plant den Aufbau globaler Raumhäfen und fordert: Mit Blick auf das IPO in Stellung gehen – jedes Jahr tausend Starts vorbereiten.

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Der SpaceX-CEO Elon Musk hat am 13. erneut kräftig ausgeholt und angekündigt, weltweit „Weltraumhäfen“ auszubauen. Gleichzeitig heißt es, er sei in Gesprächen mit Googles Muttergesellschaft Alphabet über eine Zusammenarbeit. Dabei soll es darum gehen, KI-Datenzentren in die Erdumlaufbahn zu bringen. Die verschiedenen Meldungen ebnen den Weg für den Börsengang (IPO) des Unternehmens, der im Juni anläuft und dessen Bewertung mehr als 1,75 Billionen US-Dollar beträgt.

Starship hat das Ziel, pro Jahr Tausende Male zu fliegen – ein einzelner Standort reicht nicht aus

SpaceX veröffentlichte am Mittwoch eine offizielle Stellungnahme. Darin heißt es, das Unternehmen wolle erreichen, dass die Starship-Rakete jedes Jahr „Tausende Male“ startet, und räumte zugleich ein, dass die bestehenden Startanlagen diese Frequenz derzeit in keiner Weise stemmen könnten. Musk schrieb auf der X-Plattform: „SpaceX prüft aktiv mehrere Standorte in den USA und im Ausland, um den Bau der ‚modernsten Weltraumhäfen der Welt‘ vorzubereiten.“

SpaceX is considering several locations domestically and internationally to build the world’s most advanced spaceports!

— Elon Musk (@elonmusk) May 12, 2026

Dass Starship eine solche Startmenge erreichen kann, liegt vor allem an seinem Design: Anders als klassische, einmalige Raketen ist Starship in Kombination mit dem Super-Heavy-Booster darauf ausgelegt, bei nur sehr wenigen Wartungsarbeiten schnell wieder abgefangen, zurückgeholt und erneut gestartet zu werden. Zudem liegt die maximale Nutzlast pro Flug bei über 100 Tonnen.

Musk vergleicht die zukünftigen Weltraumhäfen mit modernen Flughäfen: mit vielen Flügen pro Tag und einer schnellen Umplanung, sodass die Interstellarreise so alltäglich wird wie das Fliegen mit dem Flugzeug. Aktuell konzentrieren sich die Testflüge von Starship auf den Starbase-Standort in Texas, während die Anlagen in Florida noch ausgebaut werden. SpaceX hat sogar bereits damit begonnen, zwei ehemalige Offshore-Ölplattformen („Deimos“ und „Phobos“) umzubauen und als künftige Plattformen für Offshore-Starts zu nutzen.

Google kooperiert mit SpaceX: Chancen für Weltraum-Datenzentren rücken in den Fokus

Parallel dazu berichtet die „Wall Street Journal“, dass Google mit SpaceX über einen Raketen-Startvertrag spricht. Ziel sei es, Hardwareressourcen für Datenzentren in die nahe Erdumlaufbahn zu befördern. Das Vorhaben gehört zum Forschungsprojekt „Project Suncatcher“ von Google. Ziel ist es, mit sonnenenergetischen Satelliten, die Google-eigene TPU-Chips nutzen, KI-Cloud-Recheninfrastruktur im Orbit zu stationieren. Die ersten Prototypen sollen spätestens ab 2027 gemeinsam mit dem Kooperationspartner Planet Labs in Form der ersten Satelliten fertig auf den Weg gebracht werden.

Google ist jedoch nicht der einzige Tech-Gigant, der Interesse an SpaceX zeigt. Bereits eine Woche zuvor hatte das KI-Unternehmen Anthropic eine Vereinbarung mit SpaceX unterzeichnet. Dabei sollen die gesamten Rechenressourcen des Colossus-1-Datenzentrums in Memphis zum Einsatz kommen. Außerdem wurde das Interesse an Orbital-Datenzentren ausdrücklich betont.

Bemerkenswert ist zudem, dass SpaceX im Februar dieses Jahres das KI-Unternehmen xAI von Elon Musk abgeschlossen übernommen und in eine interne Abteilung integriert hat. Damit will SpaceX aktiv in den Markt für Rechenleistung einsteigen. Berichten zufolge hat SpaceX außerdem bereits bei den Aufsichtsbehörden eine Genehmigung beantragt – mit dem Plan, bis zu 1.000.000 Satelliten zu starten, um den langfristigen Betrieb von Datenzentren im Orbit abzusichern.

(GPU-Auslastung nur 11%, mietet Musk Rechenleistung für Anthropic, um die Bewertung für den SpaceX-IPO zu „verpacken“?)

Sind Orbital-Datenzentren ein revolutionäres Geschäft oder nur ein ferner Traum?

TechCrunch-Analysen zufolge hat die Idee von Orbital-Datenzentren kommerziell durchaus ihre Logik. An Land stehen Datenzentren vor enormen Stromverbräuchen, Schwierigkeiten bei der Flächenbeschaffung und Gegenwehr aus der Community. SpaceX argumentiert jedoch, dass die Kosten für Rechenleistung im Weltraum in den kommenden Jahren voraussichtlich unter denen an Land liegen könnten.

Die Herausforderungen dürfen aber nicht unterschätzt werden: Die Abwärme von Hardware, kosmische Strahlung, die Wartung von Umlaufbahnen, Verzögerungen bei der Datenübertragung sowie die derzeit noch sehr hohen Bereitstellungskosten sind allesamt Hürden, die überwunden werden müssen, damit die Idee von der Blaupause in die Realität übergeht.

Countdown zum größten IPO der Geschichte: SpaceX greift den Sekundärmarkt an

Die Expansion von SpaceX im Raumfahrtgeschäft fällt genau in den entscheidenden Zeitraum kurz vor dem geplanten IPO des Unternehmens. Insider zufolge will SpaceX im Juni an die Börse gehen. Das Ziel sei eine Bewertung von rund 1,75 Billionen US-Dollar. Das geplante Emissionsvolumen liegt bei bis zu 75,0 Milliarden US-Dollar. Damit könnte es zu einem der größten IPOs der Welt überhaupt werden.

Auch der 12. Testflug von Starship soll am 19. Mai stattfinden. Dabei wird erstmals die nächste Generation von Booster- und Triebwerkssystemen getestet – ein weiterer Schritt zur Bestätigung der technischen Umsetzbarkeit für einen vollständig wiederverwendbaren kommerziellen Betrieb. Zu diesem Zeitpunkt wird erstmals grob verifiziert, ob SpaceXs Weltraum-Erkundungsfahrplan tatsächlich Realität werden kann.

Dieser Artikel lässt interstellare Reisen aussehen wie das Fliegen! SpaceX plant den Bau globaler Weltraumhäfen und kündigt an, sich auf bis zu Tausend Starts pro Jahr einzustellen, um das IPO am frühesten voranzutreiben – erstmals erschienen bei der Ketten-News ABMedia.

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