Marc Andreessen veröffentlichte am 15. Juni einen Artikel, in dem er einen engeren Ansatz für die Regulierung von KI verteidigte, der sich auf Sicherheit und Vertrauen konzentriert – statt auf breite bürokratische Einschränkungen. Der A16z-Co-Gründer argumentierte, dass zu restriktive Rahmenbedingungen Innovation abwürgen, etablierte Marktteilnehmer verfestigen und den technologischen Einsatz verlangsamen, während funktionale Regulierung – etwa Sicherheitsstandards, Betrugsprävention und Marktsicherungen – als ermöglichende Infrastruktur dient.
Die Kommentare fielen mit einer Eskalation der US-Kontrollen für Frontier-KI-Systeme zusammen. Die Trump-Regierung hat den ausländischen Zugang zu fortgeschrittenen Modellen von Anthropic durch Exportkontrollen eingeschränkt. Dadurch werden ausländische Regierungen, Unternehmen und Einzelpersonen daran gehindert, diese zu nutzen. US-Handelsminister Howard Lutnick teilte Anthropic-CEO Dario Amodei mit, dass bestimmte Modelle aufgrund von Bedenken über mögliche Sicherheitslücken unter Exportbeschränkungen fallen würden. Die Einschränkungen bleiben bestehen, bis zusätzliche Schutzmaßnahmen umgesetzt sind.