Die STRC-Perpetual-Preferred-Shares von MicroStrategy verzeichneten am 15. Mai ein tägliches Handelsvolumen von 1,53 Milliarden US-Dollar und stellten damit einen neuen Rekord für das Instrument auf. Gleichzeitig unterstreicht dies die wachsende Rolle im Bitcoin-Akquisitionsplan des Unternehmens. Die Handelsaktivität könnte sich theoretisch in etwa 735,4 Millionen US-Dollar an frischem Kapital übersetzen lassen, laut Daten von STRC.live. Allerdings hat das Unternehmen nicht bestätigt, ob alle neu aufgebrachten Mittel sofort für Bitcoin-Käufe verwendet werden.
STRC's Rolle bei der Bitcoin-Ansammlung von MicroStrategy
STRC ist zu einem der wichtigsten Finanzierungsvehikel des Unternehmens geworden, da klassische Fundraising-Methoden, darunter Angebote für wandelbare Schuldtitel, in der aktuellen Marktlage zunehmend schwerer umzusetzen sind. Das Instrument bietet Anlegern eine jährliche Dividendenrendite von 11,5 %, während MicroStrategy Kapital aufnehmen kann, ohne seine Stammaktien zu verwässern.
Das Tempo der Bitcoin-Ansammlung hat sich in den letzten Monaten deutlich beschleunigt. Seit April hat MicroStrategy 56.770 BTC erworben, während die gesamten Käufe seit März 101.000 BTC überschritten haben. In der Q1-Earnings-Call des Unternehmens am 5. Mai sagte CEO Michael Saylor, MicroStrategy wolle STRC zu „dem größten Lending-Instrument der Welt“ machen.
So funktionieren Perpetual Preferred Shares
Perpetual Preferred Shares wurden in der Vergangenheit von Banken und industriellen Großkonzernen genutzt, um langfristiges Kapital aufzunehmen, ohne die Kontrolle abzugeben. MicroStrategy hat denselben Mechanismus angepasst, um eine groß angelegte Bitcoin-Ansammlung zu finanzieren.
Im Unterschied zu herkömmlicher Schuldenfinanzierung haben Perpetual Preferred Shares kein Fälligkeitsdatum, wodurch der Rückzahlungsdruck in Abschwungphasen am Markt sinkt. Analysten weisen jedoch darauf hin, dass die Struktur langfristige Risiken ebenfalls verstärken könnte, falls die Nachfrage der Investoren nachlässt oder die Bitcoin-Volatilität zunimmt.
Bitcoin-Position von MicroStrategy und Markttrends
MicroStrategy bleibt der größte börsennotierte Corporate-Bitcoin-Inhaber am Markt: 818.869 BTC im Wert von ungefähr 66,5 Milliarden US-Dollar zu aktuellen Preisen. Der jüngste Anstieg von Bitcoin über 81.000 US-Dollar hat das Asset über den durchschnittlichen Kaufpreis des Unternehmens von 75.543 US-Dollar gehoben und lässt MicroStrategy mit einem nicht realisierten Gewinn von rund 7,2 % zurück.
Der breitere Corporate-Bitcoin-Trend gewinnt weiter an Dynamik. Fast 200 öffentliche Unternehmen halten Bitcoin in ihren Bilanzen, während Firmen wie das in Tokio ansässige Metaplanet zunehmend auf Perpetual Preferred Shares setzen, um zusätzliche Käufe zu finanzieren. Anleger beobachten genau, ob hochverzinsliche Instrumente wie STRC weiterhin eine aggressive Bitcoin-Ansammlung unterstützen können, ohne neue Risiken für den Markt zu schaffen.
FAQ
Was ist STRC und wie funktioniert es?
STRC ist das Perpetual-Preferred-Shares-Instrument von MicroStrategy, das Anlegern eine jährliche Dividendenrendite von 11,5 % bietet. Im Gegensatz zu herkömmlicher Schuldenfinanzierung hat STRC kein Fälligkeitsdatum, sodass das Unternehmen Kapital für Bitcoin-Käufe aufnehmen kann, ohne Stammaktien zu verwässern oder in Abschwungphasen am Markt unter Rückzahlungsdruck zu geraten.
Wie viel Kapital hat der STRC-Handel am 15. Mai generiert?
Das Volumen von 1,53 Milliarden US-Dollar im täglichen Handel am 15. Mai könnte sich theoretisch in etwa 735,4 Millionen US-Dollar an frischem Kapital übersetzen lassen, so die Daten von STRC.live. MicroStrategy hat jedoch nicht bestätigt, ob alle neu aufgebrachten Mittel sofort für Bitcoin-Käufe verwendet werden.
Wie viel Bitcoin hält MicroStrategy derzeit?
MicroStrategy hält 818.869 BTC im Wert von ungefähr 66,5 Milliarden US-Dollar zu aktuellen Preisen und ist damit der größte Corporate-Bitcoin-Inhaber am Markt. Der durchschnittliche Kaufpreis des Unternehmens liegt bei 75.543 US-Dollar, was bei Bitcoin-Preisen über 81.000 US-Dollar zu einem nicht realisierten Gewinn von rund 7,2 % führt.