X Money von Musk noch nicht gestartet, aber schon für Aufsehen gesorgt! Mizuho sagt, es werde den US-Zahlungsmarkt erschüttern, und senkt zugleich die PayPal-Bewertung

Obwohl Elons Musk Finanzprodukt X Money noch nicht offiziell online ist, hat es bereits im Vorfeld auf dem Markt und bei den Aufsichtsbehörden für Aufregung gesorgt. Laut dem neuesten Forschungsbericht von Mizuho Securities (Mizuho) ist der für den April geplante Zahlungsdienst nicht nur in der Lage, die bestehenden Zahlungsstrukturen in den USA zu durchbrechen, sondern übt bereits jetzt konkreten Druck auf PayPal aus. Mizuho hat die Aktienbewertung von PayPal auf „neutral“ herabgestuft und zudem darauf hingewiesen, dass insbesondere das eigene Venmo-Unternehmen am stärksten betroffen sein dürfte.

Mizuho Securities sieht in X Money Potenzial und stuft PayPal-Bewertung gleichzeitig herab

Der Bericht führt aus, dass X Money nicht als einzelnes Zahlungs-Tool konzipiert ist, sondern als finanzielle Infrastruktursschicht, die Messaging, Zahlungen, Aufladung und Ertragsfunktionen integriert. Dabei versucht man, das Modell von WeChat und Alipay in Asien zu replizieren: Gemeinschaftsverkehr direkt in einen Einstiegspunkt für Finanzdienstleistungen umzuwandeln. Mit den rund 500 bis 600 Millionen monatlich aktiven Nutzern der X-Plattform sowie der Erfahrung von Musk in der Vergangenheit als Mitbegründer von PayPal gehen Analysten davon aus, dass es die Fähigkeit besitzt, den US-Zahlungsmarkt neu zu gestalten.

Im Wettbewerbsumfeld hat Mizuho die Aktienbewertung von PayPal auf „neutral“ gesenkt und außerdem darauf hingewiesen, dass das eigene Venmo am stärksten betroffen sein dürfte. Der Grund liegt darin, dass X Money genau diesen Kernzugang adressiert: P2P-Zahlungen und digitale Geldbörsen. Damit überlappt es stark mit den bestehenden Plattformen.

Regulierung wird zur größten Variablen von X Money

Doch im Vergleich zum Marktpotenzial wird die regulatorische Ungewissheit zu einem dringenderen Schlüsselfaktor. Der Bericht hebt besonders das „CRYPTO Act“ hervor, das der Bundesstaat New York jüngst vorgebracht hat. Der Gesetzentwurf soll nicht genehmigte Krypto-Geschäfte zu einer Straftat machen. Das bedeutet: Wenn X Money Krypto-Zahlungen einführt, könnte es direkt die gesetzlichen roten Linien berühren und das Betriebsrisiko deutlich erhöhen.

Ein weiterer potenzieller Druck kommt vom „Clarity Act“ auf Bundesebene. Dieser Gesetzentwurf könnte die Fähigkeit einschränken, dass Nichtbank-Institutionen renditeorientierte Produkte anbieten. X Money soll jedoch Berichten zufolge einen Bargeldkontodienst planen, der Nutzern bis zu 6% Jahresrendite (APY) bietet. Genau das liegt im Zentrum der regulatorischen Kontroversen. Analysten weisen darauf hin, dass die Markteinführung solcher Produkte äußerst sensibel ist, solange die einschlägigen Vorschriften noch nicht klar sind.

Derzeit gibt es unter US-amerikanischen Aufsichtsbehörden weiterhin erhebliche Uneinigkeit darüber, ob Plattformen zulassen sollten, dass sie auf Krypto-Assets (insbesondere Stablecoins) Erträge auszahlen. Dadurch steht das Geschäftsmodell von X Money schon vor der Umsetzung mit erheblicher institutioneller Unsicherheit da.

Diese Woche hat X die Funktion „Cashtags“ eingeführt und Echtzeit-Finanzdaten direkt in die Community-Plattform integriert. Nutzer von iPhones in den USA und in Kanada können jetzt auf X nach Aktienkürzeln sowie Krypto-Vertragsadressen suchen oder sie veröffentlichen und sehen die Preis-Charts sowie die dazugehörigen Diskussionen in Echtzeit, ohne die App zu verlassen. Wenn kanadische Nutzer einen Cashtag ansehen, werden ihnen Schaltflächen für Trades angezeigt. Sie können dann direkt von X aus zur kanadischen größten Investmentfirma Wealthsimple springen, um eine Bestellung aufzugeben.

(X führt Cashtags ein: Echtzeit-Aktien- und Krypto-Preis-Charts in die Community einbetten, Kanada startet zuerst mit One-Click-Trading)

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