Nobelpreisträger Krugman: SpaceX-Bewertung liegt weit über den Fundamentaldaten, Musk ist eine „menschliche Ponzi-Scam“

SpaceX估值過高

Der mit dem Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnete Ökonom Paul Krugman hat am 15. Juni in seinem persönlichen Substack-Newsletter einen Artikel veröffentlicht, in dem er Musk als „menschlichen Ponzi-Schwindel“ bezeichnet – und dabei SpaceX in den Mittelpunkt stellt, das zuvor an die Börse gegangen war. In der hohen Bewertung von SpaceX stecke ein großer Aufschlag, der vor allem aus der persönlichen Anziehungskraft von Musk und dem Spielraum für die zukünftige Vorstellungskraft stammt – deutlich mehr, als es durch die eigentliche Reichweite von Raketenstarts und das Satellitenkommunikationsgeschäft allein gestützt werden kann.

Krugmans Kernaussagen: Markenprämie und nicht eingelöste Vision

Die folgenden Punkte geben Krugmans persönliche Kommentarthaltung wieder und stellen nicht den Markt-Konsens, keine offiziellen regulatorischen Schlussfolgerungen und keine Rechtsmeinungen dar:

Musk-Prämie und Kapital-Narrativ: Krugman ist der Ansicht, dass Musk über viele Jahre hinweg ein Kapitalnarrativ aufgebaut habe, das um seine persönliche Marke und seine Zukunftsvision kreist. Dass der Markt weiterhin Geld in erheblichem Umfang bereitstellt, liege zu einem großen Teil daran, dass man Musk selbst vertraut und Erwartungen an ihn knüpft – und nicht daran, dass die Bewertung rein auf Basis der bestehenden operativen Ergebnisse erfolgt.

Nicht eingelöste Visionen in der Liste: Krugman führt Pläne auf, die bisher nicht vollständig umgesetzt wurden: Hyperloop (Hochgeschwindigkeits-Verkehr über Röhren), die flächendeckende Verbreitung von autonomen Fahrzeugen, die Kommerzialisierung von Gehirn-Computer-Schnittstellen sowie die Marskolonisierung. Er betont, dass diese Vorhaben das Vertrauen der Investoren in Musk bislang nicht spürbar geschwächt hätten.

Ausstrahlungseffekt des SpaceX-IPO: Krugman meint, dass durch die Börsennotierung von SpaceX die Wall Street die hohen Bewertungen und die Musk-Prämie, die bisher vor allem im privaten Markt existierten, in den öffentlichen Markt übertragen habe – sodass mehr Privatanlegerinnen und -anleger an diesen Investitionen teilhaben können.

Risiko von Bewertungsanpassungen: Krugman warnt, dass eine drastische Korrektur der Bewertungen drohen könnte, sobald der Markt beginnt, die Umsetzbarkeit dieser Visionen neu zu bewerten – insbesondere dann, wenn diese Bewertungen stark auf hohem Vertrauen aufbauen.

Krugman erkennt die SpaceX-Erfolge an

In seinem kritischen Artikel erkennt Krugman selbst ausdrücklich die folgenden bereits bestätigten SpaceX-Erfolge an: SpaceX sei zu einem wichtigen Akteur in der globalen kommerziellen Luft- und Raumfahrtindustrie geworden; das Starlink-Satellitennetz habe bereits ein tragfähiges Geschäftsmodell sowie Einnahmequellen etabliert.

Krugmans Argumentation zielt nicht darauf ab, diese Erfolge zu bestreiten. Vielmehr vertritt er die Auffassung, dass das derzeitige Bewertungsniveau, das der Markt vergibt, den Umfang dieser geschäftlichen Errungenschaften übersteige – und dass es dabei eine große Prämie enthalte, die sich nicht anhand der bestehenden Fundamentaldaten messen lasse.

Reaktionen aus verschiedenen Richtungen: Befürworter und Kritiker

Laut Bericht haben Krugmans Artikel zwei Arten von Reaktionen ausgelöst (Quellen ohne Namensnennung):

Position der Befürworter: Einige meinen, Krugman habe ein Problem herausgestellt, das in den letzten Jahren in den Technologiemärkten offenbar überhandgenommen habe: eine übermäßige Abhängigkeit von Narrativen und dem Effekt von Prominenten. Hohe Bewertungen würden häufig auf der Erwartung auf zukünftiges Wachstumsgeschichten basieren – nicht auf der tatsächlichen Ertragskraft eines Unternehmens im Hier und Jetzt.

Position der Kritiker: Befürworter von Musk weisen darauf hin, dass SpaceX es bereits geschafft habe, die Kosten für Raketenstarts zu senken, die Verbreitung wiederverwendbarer Raketen-Technik voranzutreiben und zudem eines der größten Low-Earth-Orbit-Satellitennetzwerke der Welt aufzubauen. Diese seien echte kommerzielle Erfolge und ließen sich nicht allein durch Börsenhype erklären.

Wortwahl begrenzt (Klarstellung durch Krugman): Krugman habe in seinem Artikel ausdrücklich erklärt, dass die Formulierung „Ponzi-Schwindel“ eher als kommentierende Metapher zu verstehen sei. Sie solle vor allem ausdrücken, dass Teile der Bewertung darauf angewiesen seien, kontinuierlich neue Gelder anzuziehen – nicht aber, irgendeinen illegalen Verstoß anzuklagen.

Häufige Fragen

Krugman nennt SpaceX „Ponzi-Schwindel“ – ist das eine strafrechtliche Anschuldigung im juristischen Sinn?

Nein. Laut Bericht habe Krugman in seinem Artikel selbst klargestellt, dass „menschlicher Ponzi-Schwindel“ eine kommentierende rhetorische Metapher sei und keine Anschuldigung dafür darstelle, dass SpaceX oder Musk irgendeinen illegalen Finanzbetrug begangen hätten. Es handelt sich um eine kritische Anmerkung zur Bewertungslogik – nicht um eine juristische Anschuldigung wegen rechtswidrigem Verhalten.

Lehnt Krugman mit seiner Kritik die technischen Erfolge von SpaceX ab?

Nein. Krugman erkenne in seinem Artikel eindeutig an, dass SpaceX zu einem wichtigen Akteur in der globalen kommerziellen Luft- und Raumfahrt geworden sei und dass Starlink ein reales Geschäftsmodell sowie Einnahmen aufgebaut habe. Der Kern seiner Kritik sei die Frage, ob die Bewertungsgröße mit den bestehenden Fundamentaldaten im Einklang stehe – und nicht, ob die technische Leistungsfähigkeit realistisch sei.

Worin liegt die Kerntrennung der Meinungen zwischen den Unterstützern und Kritikern von Krugmans Kritik?

Laut Bericht konzentriere sich die Seite, die Krugman unterstützt, darauf, ob die bestehende Ertragskraft ausreiche, um die hohen Bewertungen zu tragen. Die Seite, die Krugman kritisiert, betont hingegen, dass SpaceX echte, umgesetzte kommerzielle Erfolge vorweisen kann (wiederverwendbare Raketen, Kommerzialisierung von Starlink). Das spiegele den langfristig im Kapitalmarkt bestehenden Dissens über die Bewertungslogik wider: erfolgt die Preisbildung anhand der bestehenden Fundamentaldaten oder anhand des Potenzials künftiger Märkte.

Disclaimer: The information on this page may come from third-party sources and is for reference only. It does not represent the views or opinions of Gate and does not constitute any financial, investment, or legal advice. Virtual asset trading involves high risk. Please do not rely solely on the information on this page when making decisions. For details, see the Disclaimer.
Kommentieren
0/400
Keine Kommentare