NVIDIA hat am 6. Juli offiziell die Einführung eines neuen Revenue-Sharing-Modells angekündigt, das es KI-Startups ermöglicht, GPU-Rechenleistung gegen zukünftige Einnahmen zu tauschen, ohne hohe anfängliche Hardwarekosten tragen zu müssen. Sharon AI und Firmus sind die ersten Partner.
Erste Partner: Sharon AI stellt bis zu 40.000 GB300 GPUs bereit
Laut der offiziellen Ankündigung von NVIDIA sind die ersten Partner, die auf dieses Geschäftsmodell reagieren: Sharon AI, das bis zu 40.000 NVIDIA Grace Blackwell GB300 GPUs bereitstellt; Firmus, das auf der indonesischen Insel Batam einen DSX AI Factory Campus errichtet, der voraussichtlich auf 360 MW Stromkapazität erweitert wird und bis zu 170.000 NVIDIA GPUs aufnehmen kann.
James Manning, Mitbegründer und CEO von Sharon AI, sagte: „Die strategische Zusammenarbeit mit NVIDIA ist ein entscheidender Moment für Sharon AI, um die Vision souveräner, groß angelegter KI-Rechenleistung zu verwirklichen.“ Tim Rosenfield, Co-CEO von Firmus Technologies, erklärte: „KI-native Unternehmen benötigen skalierbare, energie- und kosteneffiziente Recheninfrastrukturen, um global konkurrieren zu können.“
Dreistufige Struktur des Revenue-Sharing-Modells: Standard-Hardwareeinnahmen, Betriebsgewinnbeteiligung und keine Vorauszahlung für Rechenleistung
Laut den offiziellen Angaben von NVIDIA besteht das neu eingeführte Revenue-Sharing-Modell aus drei Ebenen:
Erste Ebene: NVIDIAs Cloud-Partner bieten KI-Startups GPU-Rechenleistungsdienste an;
Zweite Ebene: NVIDIA erhält einen Anteil an den Cloudeinnahmen der Partner, nicht nur einmalige Hardwareverkäufe;
Dritte Ebene: KI-Startups verrechnen zukünftige Einnahmen mit den Kosten für Rechenleistung, ohne vorab GPU-Hardware kaufen zu müssen.
Der Hauptunterschied zum traditionellen Modell besteht darin, dass KI-Startups im traditionellen Modell Hardware selbst kaufen oder langfristige Cloud-Mietverträge abschließen müssen. Vor dem Hintergrund der steigenden Nachfrage nach GB300 GPUs der Blackwell-Architektur ist der finanzielle Druck enorm.
Baseten, Fireworks AI und andere KI-native Startups als potenzielle Begünstigte
Laut dem offiziellen Blog und Berichten von NVIDIA sind die potenziellen Begünstigten und Zielgruppen dieses Modells wie folgt:
KI-native Startups (wie Baseten, Fireworks AI, Together AI): Sie benötigen sofortige KI-Cloud-Rechenleistung für Modelltraining, Post-Training-Feintuning und hochparallele Inferenz, befinden sich jedoch in der Übergangsphase vom Pilot- zum Produktionsmaßstab, und ihr Geschäftsmodell ist noch nicht vollständig ausgereift.
Regionale KI-Anbieter: Sie konzentrieren sich hauptsächlich auf den Long-Tail-Markt, der von großen Cloud-Anbietern wie AWS, Azure und GCP nicht ausreichend bedient wird.
Unternehmen und Forschungseinrichtungen: Sie benötigen kontinuierliche Rechenleistung, können aber keine anfänglichen Hardwareinvestitionen tätigen.
Souveräne KI-Akteure: Sie repräsentieren den Aufbau souveräner Rechenleistung, wie der regionale KI-Standort auf der indonesischen Insel Batam (Firmus).
Pilotprojekt auf Batam am 2. Juli wird zur globalen Strategie: NVIDIA wandelt sich vom Chipverkäufer zum KI-Ökosystembetreiber
Laut Berichten wurde das Pilotprojekt von NVIDIA und Firmus auf Batam, Indonesien, am 2. Juli erstmals bekannt gegeben und damals als „Einzelfall-Erkundung“ eingestuft; am 6. Juli stufte NVIDIA es offiziell zu einer globalen institutionalisierten Geschäftsstrategie hoch und etablierte es vom Einzelfall zum standardisierten Produkt. Mit der Kombination aus „Umsatzbeteiligung + Kreditunterstützung“ schafft NVIDIA nicht nur stabilere wiederkehrende Einnahmequellen, sondern erweitert sein Ökosystem von den großen Cloud-Anbietern an der Spitze hin zum Long-Tail-Markt an der Basis. Dies markiert den offiziellen Wandel von NVIDIA vom Chipverkäufer zum Betreiber eines KI-Infrastruktur-Ökosystems.
Häufig gestellte Fragen
Wie funktioniert NVIDIAs Revenue-Sharing-Modell?
Laut den offiziellen Angaben von NVIDIA bieten NVIDIAs Cloud-Partner KI-Startups GPU-Rechenleistungsdienste an; KI-Startups verrechnen zukünftige Einnahmen mit den Kosten für Rechenleistung, ohne vorab Hardware kaufen zu müssen; NVIDIA erhält einen Anteil an den Cloudeinnahmen der Partner, wobei die Interessen direkt an die langfristige Betriebsleistung des Ökosystems gekoppelt sind.
Welche Partner sind die ersten, die dem Revenue-Sharing-Modell beigetreten sind?
Laut der offiziellen Ankündigung von NVIDIA sind die ersten Partner Sharon AI (das bis zu 40.000 NVIDIA Grace Blackwell GB300 GPUs bereitstellt) und Firmus (das auf der indonesischen Insel Batam einen DSX AI Factory Campus errichtet, der voraussichtlich auf 360 MW Stromkapazität erweitert wird und bis zu 170.000 NVIDIA GPUs aufnehmen kann).
Welche Art von KI-Unternehmen ist die Hauptzielgruppe dieses Modells?
Laut dem offiziellen Blog von NVIDIA sind die Hauptziele KI-native Startups (wie Baseten, Fireworks AI, Together AI), regionale KI-Anbieter sowie Unternehmen, die sich in der Übergangsphase vom Pilot- zum Produktionsmaßstab befinden und sofort Rechenleistung benötigen, aber keine anfänglichen Hardwareinvestitionen tätigen können.