SpaceX zerstört in einem halben Jahr 260 Starlink-Satelliten, Umweltgruppen protestieren gegen FCC-Ausnahmeregelungsvorschlag

SpaceX hat in einem im Juli bei der US-amerikanischen Federal Communications Commission (FCC) eingereichten Halbjahresbericht bestätigt, dass zwischen Dezember 2025 und Mai 2026 insgesamt 260 Starlink-Satelliten zerstört wurden. Die FCC hat vorgeschlagen, Weltraumaktivitäten als „extraterritoriale Aktivitäten“ einzustufen und argumentiert, dass sie von den Vorschriften des National Environmental Policy Act (NEPA) ausgenommen werden sollten. Dieser Vorschlag ist noch nicht genehmigt und hat bereits heftigen Widerstand von Umweltgruppen hervorgerufen.

FCC-Halbjahresbericht: 260 zerstört, 349 zur Entsorgung

Laut dem im Juli 2026 von SpaceX eingereichten FCC-Halbjahresbericht wurden zwischen Dezember 2025 und Mai 2026 insgesamt 260 Starlink-Satelliten zerstört. Im gleichen Zeitraum wurden weitere 349 Satelliten außer Dienst gestellt und sollen in den kommenden Monaten nach und nach entsorgt werden. Im Vergleich dazu entfernte SpaceX im vorherigen Halbjahr (Dezember 2024 bis Mai 2025) über 472 Satelliten, was zeigt, dass die Zerstörungsrate von 260 Satelliten im Vergleich zum vorherigen Zeitraum gesunken ist.

Jeder Satellit hat eine geplante Lebensdauer von etwa 5 Jahren. Dieses Design ist in gewissem Maße beabsichtigt, um regelmäßig auf neuere Modelle umzusteigen. Wenn der Treibstoff der Satelliten erschöpft ist, startet das System automatisch einen kontrollierten Deorbit-Vorgang.

Erste Generation 260–295 kg, beide Generationen 100 % verglüht

Die Starlink-Satelliten der ersten Generation wiegen etwa 260 bis 295 kg, die der zweiten Generation 800 bis 1.250 kg. SpaceX gibt an, dass die Rückholung außer Dienst gestellter Satelliten technisch nicht machbar und finanziell nicht rentabel sei. Daher entscheidet man sich dafür, die Satelliten nach einer Absenkung der Umlaufbahn in die Atmosphäre eintreten zu lassen, wo sie durch die Reibungshitze zu 100 % verglühen, ohne Trümmerteile zu hinterlassen, die auf die Erde oder ins Meer fallen könnten.

Da die Konstellation inzwischen mehr als 10.000 Satelliten umfasst, entsorgt Starlink täglich mehrere Satelliten, die ihre geplante Lebensdauer erreicht haben. Das Verglühen von Satelliten ist von einem seltenen Ereignis zu einem routinemäßigen Betriebsablauf geworden.

FCC-Vorschlag zur extraterritorialen Ausnahme: Kontroverse um NEPA-Umweltprüfungsausnahme

Die FCC hat offiziell vorgeschlagen, Weltraumaktivitäten als „extraterritoriale Aktivitäten“ einzustufen und argumentiert, dass ihre Auswirkungen vollständig außerhalb der US-amerikanischen Gerichtsbarkeit lägen. Daher sollten sie von den Umweltprüfungsvorschriften des National Environmental Policy Act (NEPA) ausgenommen werden. Die FCC hat Satelliten seit Langem nicht in den Umweltprüfungsbereich einbezogen, mit der Begründung, dass man vermeiden wolle, das Wettrennen im All durch Vorschriften zu verlangsamen.

Dieser Vorschlag ist zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch nicht genehmigt und hat starke Ablehnung von Umweltgruppen hervorgerufen. Die Wissenschaft fordert eingehendere Untersuchungen der atmosphärischen Auswirkungen des massenhaften Verglühens von Satelliten sowie entsprechende Regulierungen. Der Fokus liegt insbesondere auf den Auswirkungen von Metalloxidablagerungen in der oberen Atmosphäre auf die Ozonschicht.

SpaceX-Ausbauplan auf 42.000 Satelliten: 7.500 neue Satelliten der zweiten Generation genehmigt

Gemäß den langfristigen Einsatzplänen von SpaceX soll Starlink letztlich bis zu 42.000 Satelliten in die erdnahe Umlaufbahn bringen. Im Januar 2026 erhielt SpaceX die FCC-Genehmigung für den Start von zusätzlichen 7.500 Satelliten der zweiten Generation.

Um den Produktionsbedarf zu decken, baut SpaceX derzeit eine Gigasat-Fertigungsstätte mit einer Fläche von 11 Millionen Quadratfuß. Gleichzeitig wurde das Rechenzentrum im Orbit für A1-Satelliten mit einer Rechenleistung von 120 Kilowatt angekündigt.

Sollte das Ziel von 42.000 Satelliten erreicht werden, würde die Austauschrate der Satelliten drastisch steigen, und das entsprechende jährliche Volumen an verglühten Satelliten in der Atmosphäre würde proportional zunehmen.

Häufig gestellte Fragen

Warum entscheidet sich SpaceX dafür, Satelliten zu verglühen statt sie zu recyceln?

Laut offiziellen Angaben von SpaceX ist die Rückholung außer Dienst gestellter Satelliten technisch nicht machbar und finanziell nicht rentabel. Durch den kontrollierten Wiedereintritt in die Atmosphäre können die Satelliten durch die Reibungshitze zu 100 % vollständig verglühen, ohne Trümmerteile zu hinterlassen, die den Boden oder das Meer gefährden könnten. Jeder Starlink-Satellit hat eine geplante Lebensdauer von etwa 5 Jahren. Dieses Design ist teilweise beabsichtigt, um regelmäßig auf neuere Modelle umzusteigen.

Wie ist der aktuelle Stand des FCC-Vorschlags zur NEPA-Ausnahme und was sind die Hauptforderungen der Umweltgruppen?

Berichten zufolge hat die FCC offiziell vorgeschlagen, Weltraumaktivitäten als „extraterritoriale Aktivitäten“ einzustufen und von der NEPA-Umweltprüfung auszunehmen. Dieser Vorschlag ist bisher jedoch noch nicht genehmigt. Umweltgruppen lehnen diese Ausnahme vehement ab. Die Wissenschaft fordert eingehende Untersuchungen der atmosphärischen Auswirkungen des massenhaften Verglühens von Satelliten sowie die Entwicklung entsprechender Vorschriften. Konkrete Fortschritte des Vorschlags sind den offiziellen Ankündigungen der FCC zu entnehmen.

Wie groß ist die aktuelle Starlink-Konstellation im Orbit und wie lauten die Expansionspläne?

Berichten zufolge hat Starlink bereits mehr als 10.000 Satelliten im Orbit in Betrieb. Das langfristige Ziel von SpaceX ist die Bereitstellung von bis zu 42.000 Satelliten. Im Januar 2026 erhielt SpaceX die FCC-Genehmigung für den Start von zusätzlichen 7.500 Satelliten der zweiten Generation. SpaceX baut derzeit eine Gigasat-Fertigungsstätte mit einer Fläche von 11 Millionen Quadratfuß, um den Produktionsbedarf zu decken.

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