Laut UBS-Analysten fiel die Aktie von Oracle (ORCL) am 12. Juni um 8,5 %, wobei die Bank den Rücksetzer als Überreaktion auf Bedenken bezüglich der Investitionsausgaben (Capex) einordnet und nicht als Verschlechterung der Fundamentaldaten. UBS hob hervor, dass die Ergebnisse von Oracle im vierten Quartal die Erwartungen übertrafen oder zumindest mit ihnen übereinstimmten, und dass die Umsatzprognose für das erste Quartal über der Vorhersage der Bank lag. Zudem bekräftigte das Unternehmen seine mehrjährigen Ziele für Umsatz- und Ergebniswachstum je Aktie (EPS), was auf das Vertrauen des Managements in die langfristigen Geschäftsaussichten hindeutet.
Der Verkaufsdruck am Markt rührt daher, dass Oracle mit seiner Capex-Planung über den Konsensschätzungen liegt. UBS argumentierte jedoch, die Reaktion sei zu stark, da das Unternehmen gleichzeitig die Compute-Kapazität ausbaut, neue Aufträge sichert und von Kosteneinsparungen durch einen Stellenabbau profitiert. Trotz höherer Investitionen und neuer Geschäftsdynamik hielt Oracle an seiner Prognose für das Gesamtjahr fest, was UBS als positives Signal für die künftigen operativen Aussichten interpretiert.