Nach Angaben des polnischen Zentralbüros für Cyberkriminalität (CBZC) haben polnische Behörden vier Mitglieder einer organisierten kriminellen Gruppe festgenommen, die beschuldigt werden, SIM-Swap-Angriffe auf Kryptowährungsbörsen durchgeführt, digitale Vermögenswerte gestohlen und die Erlöse gewaschen zu haben. Die Operation wurde von Agenten des US-amerikanischen FBI und der Homeland Security Investigations unterstützt.
Die Verdächtigen nutzten spezialisierte Software und Social-Engineering-Techniken, um in die IT-Infrastruktur von Unternehmen einzudringen, die mit Telekommunikationsbetreibern zusammenarbeiten. Anschließend führten sie SIM-Swap-Angriffe durch, um Telefonnummern zu kapern und die Kontrolle über Konten bei Kryptowährungsbörsen zu erlangen. Die Gruppe soll die gestohlenen Gelder über persönliche Bankkonten in Polen und im Ausland, internationale Zahlungsplattformen sowie digitale Geldbörsen gewaschen haben. Der Gesamtwert der gewaschenen Gelder wird auf über mehrere zehn Millionen polnische Zloty geschätzt. Allen vier Verdächtigen werden Anklagepunkte wie Beteiligung an einer organisierten kriminellen Gruppe, Diebstahl durch Hacking und Geldwäsche vorgeworfen, die Freiheitsstrafen von bis zu 25 Jahren vorsehen.