Polymarket untersucht die mutmaßliche Spionageaktivität zwischen Kalshi und sammelt 12 verdächtige Vorfälle

Polymarket追查Kalshi間諜活動

Laut dem „New York Post“ vom 4. Juni untersucht die Prognosemarkt-Plattform Polymarket offenbar den Wettbewerber Kalshi wegen angeblicher Wirtschaftsspionage, wobei sich mittlerweile etwa 12 Vorfälle zu einem „copycat“-Arbeitsordner verdichtet haben. Zudem gibt es Bedenken, dass der Venture-Investor Paradigm mit einem Büro in Manhattan direkt gegenüber von Polymarket Überwachungsmöglichkeiten aufbauen könnte.

Drei zentrale Untersuchungsereignisse: bestätigte zeitliche Überschneidungen

Laut Berichten des „New York Post“ und der „Washington Post“ umfassen die im „copycat“-Ordner von Polymarket dokumentierten verdächtigen Vorfälle die folgenden bestätigten Fälle von zeitlicher Überschneidung:

Ereignis eins: Lebensmittelläden-Aktion (Februar 2026) Polymarket-interne Teams begannen seit November 2025 mit der Planung eines „Pop-up“-Lebensmittelgeschäfts. Die Eröffnung war für den 12. Februar 2026 in Manhattan geplant, und im Januar wurde ein Mietvertrag über 643.380 US-Dollar unterzeichnet. Kalshi startete jedoch rund 9 Tage vor der Eröffnung der Polymarket-Aktion im Westside Market in der New Yorker East Village einen Promo-Event für Lebensmittelgroßhändler und stellte Kundinnen und Kunden 50 US-Dollar-Gutscheine zur Verfügung. Kalshis Kommunikationschefin Elisabeth Diana bestätigte, dass die Aktion von Kalshi unabhängig vorbereitet worden sei und nicht aus internen Informationen von Polymarket stamme. Ein Sprecher von Kalshi sagte, beide Unternehmen seien offenbar von der Idee inspiriert worden, die vom Bürgermeister-Wahlkampf in New York unterstützten Politikansätze für Lebensmittelläden umzusetzen.

Ereignis zwei: Ankündigung von Nachhaltigkeits-Perps (21. April 2026) Polymarket-interne Teams legten den Ankündigungstermin für das Perps-Produkt auf den 21. April fest. Etwa 1 Stunde vor der geplanten Ankündigungszeit veröffentlichte die Tech-Medienseite The Information einen Artikel, der sich auf anonyme Quellen stützte und behauptete, Kalshi bereite ein eigenes Perps-Handelsprodukt vor. Der Sprecher Such sagte, Kalshi entwickle seit 2024 ein Perps-Produkt. The Information könnte Informationen aus einem Teaser-Post gezogen haben, den Kalshi am 13. April auf X veröffentlicht hatte.

Ereignis drei: „Hey California“-Anzeige (August 2025) Polymarket begann am 22. August (Freitag) auf Meta damit, Anzeigen für Fußballwetten gezielt für Nutzer in Kalifornien zu schalten. Oben wurde in großen Lettern „Hey California“ angezeigt. Bis Montag brachte Kalshi mehrere nahezu identische Anzeigen heraus und verwendete ebenfalls das Banner „Hey California“. Kalshi antwortete, Polymarket habe keine Urheberrechte oder Markenrechte an dem extrem gebräuchlichen Ausdruck „Hey California“ und erklärte, „die Rückführung solcher Zufälle auf Wirtschaftsspionage sei eine Fantasie“.

Offizielle Reaktionen von Kalshi und Paradigm

Der Sprecher von Paradigm (Kalshis Venture-Investor, mit Blick auf das Büro von Polymarket gegenüber im Soho) sagte: „Das ist einfach absurd.“

Kalshis Sprecher Jack Such äußerte sich ganz allgemein zu den Spionagevorwürfen: „Bedauerlich, absolut lächerlich.“

Die Büros von Polymarket liegen in Lower Manhattan im Stadtteil Soho. Paradigm miete ebenfalls Büros im selben Viertel, und Insider zufolge erfasst die Sichtlinie aus dem Büro von Paradigm Teile des Polymarket-Büros. Polymarket brachte in diesem Frühjahr Folien auf einigen Bürofenstern an.

Finanzierungsumfang und regulatorischer Hintergrund beider Unternehmen

Laut PitchBook-Daten und öffentlichen Berichten:

Polymarket: Seit der Gründung im Jahr 2020 wurden rund 2 Milliarden US-Dollar eingesammelt. In der jüngsten Finanzierungsrunde lag das anvisierte Bewertungsziel bei etwa 15 Milliarden US-Dollar

Kalshi: Seit der Gründung im Jahr 2018 wurden rund 2,6 Milliarden US-Dollar eingesammelt. Die aktuelle Bewertung liegt bei 22 Milliarden US-Dollar (doppelt so hoch wie die Bewertung im Dezember des Vorjahres)

Regulatorischer Hintergrund: Kalshi wird von der US-Commodity Futures Trading Commission (CFTC) reguliert. Polymarket wickelt den Großteil seiner Geschäfte im Ausland ab; die in den USA angebotenen, begrenzten Produkte unterliegen der CFTC-Regulierung.

Häufige Fragen

Was für Inhalte umfasst der „copycat“-Arbeitsordner von Polymarket?

Laut dem „New York Post“ enthält der „copycat“-Ordner von Polymarket etwa 12 Ereignisse. Dazu gehören Screenshots von Ankündigungen beider Unternehmen, Vergleiche von Social-Media-Posts sowie nebeneinander angeordnete, programmierte Screenshots. Ein Polymarket-Manager sagte, der Arbeitsordner halte nur „ein Zehntel“ der verdächtigen Vorfälle fest.

Kann das Büro von Paradigm wirklich die Computerbildschirme von Polymarket-Mitarbeitern sehen?

Laut Auskunft von Insidern gegenüber dem „New York Post“ kann Paradigm in seinem Büro in Soho „möglicherweise“ Teile des Polymarket-Büros sehen, sogar die Computerbildschirme der Mitarbeiter. Polymarket brachte daher in diesem Frühjahr Folien auf einigen Bürofenstern an. Paradigm bestreitet jede Überwachung und bezeichnet die entsprechenden Vorwürfe als „absurd“. Beide Seiten legten keine direkten technischen Belege vor, die diese Aussagen stützen oder widerlegen.

Wie unterscheiden sich die regulatorischen Rahmenbedingungen beider Unternehmen für Prognosemärkte in den USA?

Kalshi wird in den USA vollständig von der CFTC reguliert und kann Prognosemarkt-Dienstleistungen innerhalb der USA legal anbieten; Polymarket betreibt den Großteil seiner Geschäfte im Ausland. Die in den USA angebotenen Produktarten sind begrenzt und unterliegen der CFTC-Regulierung. Im Jahr 2026 wollen US-Gesetzgeber und Aufsichtsbehörden die Prüfung von Prognosemärkten verschärfen, da diese möglicherweise Insiderhandel und „Kriegsspiel“-Probleme begünstigen könnten.

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