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Russland plant, nicht lizenzierte Krypto-Dienstleistungen zu kriminalisieren, mit Geldstrafen und Haftstrafen bei Verstößen.
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Der Oberste Gerichtshof warnt, dass der Vorschlag verfrüht sei, da digitale Währungsgesetze noch ausstehen und rechtliche Lücken bestehen.
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Der Gesetzentwurf erweitert den regulatorischen Rahmen und gewährt der Zentralbank Aufsicht über umfassendere Krypto-Aktivitäten.
Die Staatsduma Russlands erhielt am Freitag einen Entwurf, der nicht lizenzierte Krypto-Dienstleistungen kriminalisieren würde und bei Verstößen Haftstrafen und Geldbußen vorsieht. Die Abgeordneten wollen den Umlauf digitaler Währungen über die Bank von Russland regulieren. Allerdings hat der Vorschlag Kritik vom Obersten Gerichtshof wegen des Zeitpunkts erhalten, da grundlegende Krypto-Gesetze noch ausstehen und ungeklärt sind.
Gesetzentwurf zielt auf nicht lizenzierte Krypto-Operationen
Laut dem Entwurf könnten Personen, die nicht registrierte Krypto-Dienstleistungen betreiben, mit Geldstrafen von bis zu $4.000 und vierjährigen Haftstrafen rechnen. Allerdings gelten strengere Strafen, wenn organisierte Gruppen in solche Aktivitäten verwickelt sind. In diesen Fällen könnten Täter bis zu sieben Jahre Haft oder fünf Jahre Zwangsarbeit erhalten.
Zusätzlich können Gerichte finanzielle Strafen in Höhe von bis zu einer Million Rubel verhängen, das entspricht ungefähr $13.100. Diese Geldbußen können auch einen Anteil des über fünf Jahre erzielten Einkommens widerspiegeln. Der Gesetzentwurf richtet sich ganz konkret gegen jede Einheit, die den Umlauf digitaler Währungen ohne Genehmigung der Zentralbank ermöglicht.
Oberster Gerichtshof äußert Bedenken zum Timing
Der Oberste Gerichtshof Russlands hat den Vorschlag jedoch kritisiert und ihn als verfrüht bezeichnet. Das Gericht erklärte, der Gesetzentwurf biete in diesem Stadium keine ausreichende Begründung für die Verhängung strafrechtlicher Sanktionen. Es warnte außerdem, dass eine Durchsetzung, bevor das Digitalwährungsgesetz in Kraft tritt, zu rechtlichen Unstimmigkeiten führen könnte.
Bemerkenswert ist, dass die grundlegende Gesetzgebung im Juli in Kraft treten soll. Daher könnte die Anwendung strafrechtlicher Haftung im Vorfeld die Durchsetzungsrahmen erschweren. Die Regierung hat diese Bedenken bislang nicht öffentlich adressiert.
Breiterer regulatorischer Vorstoß erweitert den Umfang
In der Zwischenzeit baut dieser Vorschlag auf früheren Gesetzesinitiativen auf, die im März eingebracht wurden und auf illegales Krypto-Mining abzielten. Dieses frühere Paket konzentrierte sich auf Miner und Betreiber von Infrastruktur. Nun weitet sich der Umfang aus, um alle nicht lizenzierten Anbieter von digitalen Vermögensdiensten einzuschließen.
Wenn er verabschiedet wird, würde die Bank von Russland die Befugnis erhalten, kryptobezogene Aktivitäten zu lizenzieren und zu beaufsichtigen. Ermittlungen würden das Untersuchungskomitee und den Föderalen Sicherheitsdienst umfassen. Infolgedessen würden sich die Durchsetzungsmechanismen über den breiteren Sektor digitaler Vermögenswerte erstrecken.