Russische Familien zahlen bis zu 100 £ für KI-Bilder verstorbener Soldaten

Russische Familien zahlen KI-Erstellern dafür, Bilder und Videos von Soldaten zu generieren, die im Ukraine-Konflikt getötet wurden. Die Preise liegen zwischen 200 und 10.000 Rubel (£2 bis £100) pro Erstellung. Die Praxis hat eine neue digitale „Jenseits“-Ökonomie geschaffen: Eine KI-Erstellerin, Ulyana Lebed, verdient damit zwischen £1.500 und £2.000 monatlich—doppelt so viel wie der durchschnittliche russische Lohn. Die KI-generierten Inhalte zeigen verstorbene Soldaten, die lächeln und winken, wobei einige Bilder Soldaten mit Engelsflügeln darstellen. Allerdings treten in den Ausgaben häufig technische Fehler auf, etwa verzerrte Gesichter und zusätzliche Finger.

AI Creator Earns Double Average Russian Wage

Ulyana Lebed generiert zwischen £1.500 und £2.000 pro Monat, indem sie KI-Bilder und -Videos verstorbener Soldaten für deren Familien erstellt. Dieses Einkommen entspricht dem doppelten durchschnittlichen Monatslohn in Russland. Die Nachfrage ergibt sich aus dem eingeschränkten Zugang zu generativen KI-Tools in Russland—das schafft einen Markt für Einzelpersonen, die solche digitalen Rekonstruktionen herstellen können.

Images Show Soldiers as Angels, Contain Technical Flaws

Die KI-generierten Bilder zeigen verstorbene Soldaten, die ihren Lieben lächeln und zuwinken. Einige Kreationen zeigen Soldaten mit Taubenflügeln, die biblischen Engeln ähneln. Allerdings enthält der KI-generierte Content häufig Fehler, darunter verformte oder verzerrte Gesichter, fehlende Gliedmaßen und zusätzliche Finger sowohl bei den Soldaten als auch bei den in den Bildern dargestellten Familienmitgliedern. KI-Tools wurden zudem genutzt, um idealisierte Versionen der Bedingungen an der Front zu erzeugen.

Cambridge Researcher Describes Global Digital Afterlife Trend

Katarzyna Nowaczyk-Basińska, Forscherin am Leverhulme Centre for the Future of Intelligence an der University of Cambridge, sagte, diese Praxis sei Teil eines globalen Trends zu einer „digitalen Jenseits“-Existenz. „‚Deadbots‘ von russischen Soldaten zu erstellen oder Deepfakes gefallener russischer Soldaten zu erzeugen, die aus der Ukraine zurückkehren, ist extrem komplex und ethisch sehr schwer, auf eine klare und eindeutige Weise zu beurteilen“, sagte Nowaczyk-Basińska. Sie fügte hinzu: „In gewissem Sinne sind wir alle mitten in einem technologischen und kulturellen Experiment.“

Eine russische Mutter, die KI-Bilder und -Videos ihres verstorbenen Sohnes gekauft hatte, sagte der BBC, sie nutze sie, um den Schmerz ihres Verlusts zu lindern. „Könnte Technologie mir helfen, zu akzeptieren, dass ich meinen Sohn nie wieder umarmen werde? Nein. Das ist eine Illusion“, sagte sie.

Ukrainian Critics Condemn Practice as Hero Worship

Ukrainer haben die KI-Bilder als „Heldenverehrung“ für Soldaten kritisiert, die an der Invasion teilnehmen. Ein ukrainischer Befragter sagte: „Man sollte sich schämen, Ihre ‚Helden‘ zu zeigen, die hingehen mussten, um Blutgeld zu verdienen, indem sie unsere Kinder töteten.“

FAQ

Wie ist die Preisspanne für KI-generierte Bilder von verstorbenen russischen Soldaten?

Die Preise liegen zwischen 200 Rubel (£2) und 10.000 Rubel (£100) pro KI-generiertem Bild oder Video von verstorbenen Soldaten.

Wie viel verdient die KI-Erstellerin Ulyana Lebed mit dieser Praxis?

Ulyana Lebed verdient zwischen £1.500 und £2.000 pro Monat, indem sie KI-Bilder und -Videos verstorbener Soldaten erstellt—das ist doppelt so viel wie der durchschnittliche Monatslohn in Russland.

Welche technischen Probleme treten in den KI-generierten Bildern von Soldaten auf?

Die KI-generierten Bilder enthalten häufig Fehler, darunter verformte oder verzerrte Gesichter, fehlende Gliedmaßen und zusätzliche Finger an den in den Inhalten dargestellten Personen.

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