Die Ehefrau der Mitgründerin von The Sandbox, Sebastien Borget, wurde laut der französischen Zeitung Le Journal du Dimanche bei einem gescheiterten Entführungsversuch am Wohnsitz des Paares in Villenoy, Frankreich, ins Visier genommen.
Zusammenfassung
- Borgets Ehefrau blieb unverletzt, nachdem Nachbarn einen gemeldeten Entführungsversuch an ihrem Wohnsitz in Villenoy gestört hatten.
- JDD zufolge wurden zwei Verdächtige festgenommen, während vier weitere weiterhin von französischen Ermittlern gesucht werden.
- Frankreich hat seit Januar 41 kryptobezogene Entführungen registriert, was die nationale Sicherheit in den Fokus rückt.
Der gemeldete Angriff ereignete sich am Dienstag, 20. Mai, am Wohnsitz des Paares in der Rue Sadi-Carnot in Villenoy, Seine-et-Marne. Borget ist Mitgründer und Chief Operating Officer von The Sandbox, einer Metaverse-Plattform, die mit NFTs und dem SAND-Token verknüpft ist. Le Journal du Dimanche sagte, seine Ehefrau sei nicht verletzt worden.
Laut der französischen Zeitung kam ein Verdächtiger auf das Grundstück, gekleidet als Zusteller. Er trug eine Weste und hielt eine Pappschachtel. Als Borgets Ehefrau das Tor öffnete, betraten fünf maskierte Komplizen den Innenhof. Die Gruppe zog sie anschließend und versuchte, sie in einen Citroën C3 zu zwingen.
Nachbarn stoppen den gemeldeten Entführungsversuch
Der Versuch scheiterte, nachdem Nachbarn die Schreie des Opfers hörten und einschritten. Durch ihr Eingreifen musste die Gruppe den Tatort verlassen, bevor sie sie vom Grundstück hätten wegbringen können.
Vier Verdächtige entkamen in dem Fahrzeug, während zwei weitere zu Fuß flohen. Le Journal du Dimanche berichtete, dass die zwei später ein Ride-Hailing-Fahrzeug bestellten. Beamte der Meaux Anti-Crime Brigade stoppten dieses Fahrzeug kurz darauf.
Zudem wurden die beiden festgenommenen Verdächtigen von Le Journal du Dimanche als Mateo V., geboren 2010, und Walid H., geboren 2009, identifiziert. Beide sind Einwohner von Pantin in Seine-Saint-Denis.
Die Polizei fand dem Bericht zufolge eine Tasche mit einer Attrappe einer Schusswaffe, Kabelbinder-Fesseln und Sturmhauben. Vier weitere Verdächtige waren zum Zeitpunkt des Berichts noch auf freiem Fuß. Der Fall wurde an die zentrale Sicherheitsdirektion übergeben.
Krypto-Motiv wird geprüft
Le Journal du Dimanche sagte, frühe Anzeichen deuteten darauf hin, dass die versuchte Entführung „mit Kryptowährungen zusammenhängen“ würde. Die Formulierung lässt das Motiv weiterhin unter Untersuchung, doch der Fall trägt zu der wachsenden Besorgnis über körperliche Angriffe auf kryptobezogene Personen in Frankreich bei.
Eine dazugehörige Berichterstattung sagte, französische Behörden hätten seit Beginn von 2026 41 kryptobezogene Entführungen registriert. Das entspricht etwa einem Fall alle zweieinhalb Tage. Der gleiche Bericht sagte, Beamte hätten Notfallprotokolle und eine Präventionsplattform vorbereitet, um Inhaber digitaler Vermögenswerte zu schützen.
Wie zuvor von crypto.news berichtet, ist Frankreich zudem mit einem breiteren Anstieg von Schraubstock- bzw. Erpressungsangriffen (Wrench Attacks) konfrontiert. Diese Verbrechen beinhalten physische Drohungen oder Gewalt, die eingesetzt wird, um Opfer dazu zu zwingen, Krypto-Vermögenswerte zu übertragen. Staatsanwälte erhoben im April Anklage gegen mindestens 88 Personen wegen angeblicher Angriffe auf Krypto-Besitzer, darunter zehn Minderjährige.
Behörden zufolge befanden sich 75 Verdächtige weiterhin in Untersuchungshaft, während 12 Ermittlungen in Paris andauerten. Staatsanwälte warnten außerdem Krypto-Inhaber und ihre Angehörigen, Online-Überexponierung zu vermeiden, was sie für kriminelle Gruppen leichter zu Zielscheiben machen kann.