Sen. Elizabeth Warren rief die Securities and Exchange Commission dazu auf, das Börsendebüt von SpaceX zu verzögern. In einem 12-seitigen Schreiben, das am Dienstag verschickt wurde, machte die Demokratin aus Massachusetts Bedenken hinsichtlich der Bewertung und der Unternehmensführung des Raketenbauers geltend. Konkret hob sie mögliche Ungenauigkeiten in der Rechnungslegung im Zusammenhang mit SpaceX’ Übernahme von Elons Musk xAI hervor, sowie Interessenkonflikte, die sich aus Musks Position als Mehrheitsaktionär ergeben. SpaceX soll am Freitag sein Börsendebüt geben – in einem Schritt, der die größte IPO der Geschichte sein könnte. Warren schrieb, die SEC müsse jede Beschleunigung der Wirksamkeit der Registrierungserklärung verzögern, angesichts dessen, was sie als beispiellose Bedrohungen für den Anlegerschutz und die Marktintegrität beschreibt.
Warren nennt Bewertungs- und Governance-Risiken in einem 12-seitigen Schreiben
Warrens Schreiben identifizierte drei zentrale Bedenken bezüglich der SpaceX-IPO. Erstens wies sie auf die Möglichkeit hin, dass „unzureichende oder irreführende Rechnungslegung oder Bewertung“ im Zusammenhang mit SpaceX’ Übernahme von Elons Musk xAI vorliegen könnte. Zweitens nannte sie Interessenkonflikte rund um Musks „einzigartig unkontrollierte“ Macht als Mehrheitsaktionär des Unternehmens. Drittens erklärte Warren, dass ein schnelles Vorziehen von SpaceX in große Aktienmarkt-Indizes „bedeutende Risiken“ sowohl für aktive als auch für passive Anleger mit sich bringen würde.
![Sen. Elizabeth Warren calls on SEC to delay SpaceX IPO]()
Warren schrieb, dass Anleger, die sich für konkrete Investments entscheiden, Unternehmen mit riskanten Praktiken zwar meiden können. Die SpaceX-IPO schaffe jedoch eine neue Sorge: Dass große Aktienmarkt-Indizes so „zurechtgebogen“ würden, dass Millionen passiver Indexfonds-Anleger gezwungen wären, dem erheblichen Risiko von SpaceX ausgesetzt zu sein – ohne die Möglichkeit, dies abzuwählen. Sie merkte an, dies sei besonders besorgniserregend, da passive Indexfonds typischerweise eine kostengünstigere Anlageoption sind, die vor allem Retail-Anleger anspricht.
SpaceX setzt festen Angebotspreis von 135 US-Dollar für den Freitag-Debüttermin
SpaceX ging eine ungewöhnliche Wende ein: Das Unternehmen legte einen Take-it-or-leave-it-Preis von 135 US-Dollar je Aktie fest, statt eine Preisspanne zu nennen, die je nach Nachfrage schwankt, wie es bei IPOs üblich ist. Berichten zufolge zielt das Unternehmen zudem auf eine höher als üblich ausfallende Zuteilung von 30 % für Retail-Anleger ab – das entspreche ungefähr 22,5 Milliarden US-Dollar für das Debüt.
FAQ
Was forderte Sen. Warren von der SEC in Bezug auf SpaceX?
Sen. Elizabeth Warren rief die SEC dazu auf, die bevorstehende SpaceX-IPO in einem am Dienstag verschickten 12-seitigen Schreiben zu verzögern. Sie führte Bedenken hinsichtlich der Genauigkeit der Bewertung, der Unternehmensführung und der Risiken für passive Anleger an.
Welchen Angebotspreis hat SpaceX für seine IPO festgelegt?
SpaceX setzte für seine IPO, die am Freitag angesetzt ist, einen festen Preis von 135 US-Dollar je Aktie fest – ein unübliches Vorgehen, das von der üblichen Praxis abweicht, eine Preisspanne bereitzustellen, die sich anhand der Nachfrage anpasst.
Warum äußerte Warren Bedenken hinsichtlich passiver Indexfonds-Anleger?
Warren erklärte, dass das schnelle Vorziehen von SpaceX in große Aktienmarkt-Indizes Millionen passiver Indexfonds-Anleger zwingen würde, dem erheblichen Risiko von SpaceX ausgesetzt zu sein – ohne die Möglichkeit, dies zu vermeiden. Denn diese Anleger können innerhalb ihrer Indexfonds keine einzelnen Positionen auswählen.