Die Senatorin Cynthia Lummis warnt den Kongress, dass das Verpassen des Zeitfensters zum Clarity Act die Verabschiedung großer Krypto-Gesetzgebung bis 2030 verzögern könnte. Sie sagt, Untätigkeit würde Entwickler schutzlos lassen, Verbraucher gefährden und Strafverfolgungsbehörden ohne stärkere Werkzeuge zurücklassen.
Kernaussagen:
Der Clarity Act ist zu einem Stresstest für den Kongress geworden, und Senatorin Cynthia Lummis (R-WY) warnt, dass ein Ausbleiben des Handelns die Gesetzgebung zu digitalen Vermögenswerten bis 2030 verzögern könnte. In Beiträgen, die zwischen dem 24. Mai und dem 30. Mai veröffentlicht wurden, argumentierte Lummis, Untätigkeit würde Entwickler ohne rechtlichen Schutz zurücklassen, Verbraucher gefährden und Strafverfolgungsbehörden ohne stärkere Werkzeuge ausstatten, um Fehlverhalten von Akteuren zu verfolgen.
Ihre Warnung konzentriert sich auf ein enges gesetzgeberisches Zeitfenster. Wenn der Kongress es verpasst, könnten Softwareentwickler, Investoren, Börsen und Vollzugsbehörden über Jahre hinweg ohne den Bundesrahmen agieren, von dem Lummis sagt, dass ihn der Markt braucht. Die Senatorin aus Wyoming warnte:
„Das nächste Zeitfenster für die Gesetzgebung zu digitalen Vermögenswerten nach diesem Kongress liegt wahrscheinlich bei 2030. Bis dahin bleiben Entwickler mit keinem rechtlichen Schutz ungeschützt, und die Strafverfolgung bleibt ohne die Werkzeuge, um dafür zu sorgen, dass schlechte Akteure zur Verantwortung gezogen werden. Der Clarity Act löst beides.“
Die Warnung mit Blick auf 2030 spiegelt politische Realitäten wider, nicht eine harte gesetzgeberische Frist. Der aktuelle 119. Kongress endet im Januar 2027, und die Zwischenwahlen im November 2026 könnten Prioritäten, Führung und den Schwung neu ausrichten. Scheitert der Clarity Act in dieser Session, müsste ein neuer Kongress den Prozess vermutlich mit einer erneuten Einbringung, Anhörungen, Arbeit in den Ausschüssen und frischen Verhandlungen wieder von vorn beginnen. Das Rennen um die Präsidentschaftswahl 2028 könnte die parteiübergreifende Arbeit zusätzlich verkomplizieren und den Kongress 2029–2030 als das nächste realistische Zeitfenster für einen Gesetzentwurf für eine komplexe Krypto-Marktstruktur machen.
Dieses Timing-Argument bündelt mehrere Risiken. Lummis warnte, Entwickler könnten für das Veröffentlichen von Code strafrechtlich verfolgt werden, Investoren blieben ungeschützt, und Innovationäre müssten weiter raten, solange es keine klaren Regeln gibt. Sie lehnte außerdem die Vorstellung ab, dass die aktuelle Lage ein freier Markt sei, und bezeichnete dies stattdessen als Haftungsrisiko.
Der Clarity Act ist bereits durch wichtige Etappen im Kongress vorangekommen, steht aber noch aus, um Gesetz zu werden. Das Repräsentantenhaus verabschiedete im Juli 2025 den Digital Asset Market Clarity Act mit einer Abstimmung von 294-134 und leitete die Gesetzgebung an den Senat weiter. Am 14. Mai 2026 brachte der Senatsausschuss für Bankwesen in einer parteiübergreifenden Abstimmung von 15-9 eine geänderte Version vor. Der Gesetzentwurf braucht jedoch weiterhin die Zustimmung des gesamten Senats, wo er die 60-Stimmen-Schwelle für einen Filibuster überwinden muss, bevor es zu einer endgültigen Abstimmung mit der Version aus dem Repräsentantenhaus und einer Unterzeichnung durch den amtierenden Präsidenten Donald Trump kommt.
Die Warnung mit Fokus auf Verbraucherschutz gibt dem Gesetzentwurf seine deutlichste öffentliche Tragweite. Lummis sagte, Kunden könnten keine garantierten Rechte an ihren Vermögenswerten haben, falls eine Börse für digitale Vermögenswerte in die Insolvenz gerät, wodurch sie in Gläubigerverfahren zusammen mit großen Finanzunternehmen und Anwälten landen.
Die US-Senatorin erklärte:
„Ohne den Clarity Act gilt: Wenn eine Börse für digitale Vermögenswerte in die Insolvenz geht, haben Kunden kein garantiertes Recht auf die eigenen Vermögenswerte. Sie reihen sich in eine Gläubigerlinie ein zusammen mit anderen Wall-Street-Firmen und teuren Anwälten – und hoffen auf das Beste. Das ist ein Versagen beim Verbraucherschutz, das der Kongress beheben muss.“
Dieses Insolvenzargument verschiebt die Debatte über die Registrierung von Börsen und Fragen der regulatorischen Zuständigkeit hinaus. Es macht den Besitz von Kundenvermögenswerten zum zentralen Punkt und untermauert Lummis’ Argument, dass der Kongress Asset-Schutz definieren sollte, bevor ihn ein weiteres Plattformversagen erneut auf die Probe stellt. Die Warnung reicht zudem in den internationalen Wettbewerb hinein. Lummis sagte, China warte nicht, argumentierte, dass die Vereinigten Staaten den Standard für digitale Vermögenswerte setzen müssten, und knüpfte den Clarity Act an Amerikas dollardominierte Führungsrolle im Finanzwesen.
Präsident Donald Trump hat den Vorstoß für eine Gesetzgebung zur Marktstruktur ebenfalls bekräftigt. Lummis forderte den Kongress auf, ihm den parteiübergreifenden Clarity Act zu schicken, und argumentierte, dass dieser dazu beitragen könne, die Vereinigten Staaten zur Krypto-Hauptstadt der Welt zu machen. Ihr Appell passt zu Trumps jüngsten Forderungen nach einem Rahmen für digitale Vermögenswerte, der „nicht rückgängig gemacht“ werden könne, und nach den Vereinigten Staaten als der „unbestrittenen Krypto-Hauptstadt und Bitcoin-Supermacht der Welt“. Das stärkt ihre Position, dass der Kongress ein seltenes Zeitfenster hat, um langfristige Krypto-Politik festzuschreiben.
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