Laut Jin10 stürzten Silber-Futures in Shanghai am Freitag um mehr als 10%, nachdem US-Inflationsdaten heißer als erwartet ausgefallen waren. Der April-CPI stieg um 3,8% im Jahresvergleich, während der PPI auf 6% sprang. Das schürt Sorgen vor einer zweiten Inflationswelle und lässt Erwartungen auf Fed-Zinserhöhungen wachsen. Die Daten lösten zudem Kursgewinne beim US-Dollar-Index sowie höhere Renditen bei US-Staatsanleihen aus und drückten damit auf Edelmetalle.
In der Zwischenzeit hat Indien die Importzölle auf Gold und Silber auf 15% von 6% angehoben und zugleich Beschränkungen für bestimmte Silberprodukte eingeführt, was die reale Nachfrage dämpft. Diese politische Wende verstärkt den Verkaufsdruck auf Silber, da Anleger ihre Positionen neu bewerten – vor dem Hintergrund strengerer geldpolitischer Erwartungen und sich verändernder geopolitischer Stimmung.