Laut Korea Ilbo erlebte der südkoreanische Aktienmarkt in der ersten Jahreshälfte 2026 eine beispiellose Volatilität: Der Sidecar-Mechanismus (Circuit-Breaker-Auslöser) wurde 31 Mal aktiviert und übertraf damit das Niveau der Finanzkrise von 2008. Stärkere Stabilisierungsmaßnahmen wie Handelsaussetzungen wurden fünf Mal ausgelöst. Angesichts anhaltender Marktunsicherheit erweitern Finanzinstitute den Zugang zu defensiven Anlagestrategien, die zuvor auf vermögende Privatkunden beschränkt waren.
Zu den defensiven Fondsprodukten, die an Bedeutung gewinnen, gehören Verlustabsorptionsfonds, bei denen Broker Verluste bis zu bestimmten Schwellenwerten abfedern, Nullkupon-Anlagekonten (IMA), die einen Kapitalerhalt mit einer jährlichen Rendite von 4–5 % und einer Garantie des Brokers bieten, sowie Long-Short-Fonds, die den Kauf unterbewerteter Aktien mit dem Leerverkauf überbewerteter Aktien kombinieren, um die Auswirkungen der Volatilität zu minimieren. Laut Marktanalysten zeigten Long-Short-Fonds während Abschwüngen Widerstandsfähigkeit und verloren nur rund 1,5 %, während der KOSPI um 10 % fiel.