Gate News Nachricht, 26. April — Eine neue wissenschaftliche Arbeit, die Polymarket-Transaktionen von 2023 bis 2025 analysiert, kommt zu dem Schluss, dass die Genauigkeit der Plattform die „Weisheit einer informierten Minderheit, nicht die Weisheit der Menge“ widerspiegelt. Die am 25. April überarbeitete Studie von Forschern der London Business School und der Yale, untersuchte 1,72 Millionen Konten, 210.322 Märkte und ungefähr 13,76 Milliarden US-Dollar an Handelsvolumen.
Nur 3,14% der Konten erfüllen die Kriterien für „qualifizierte Gewinner“, deren Order-Flow zuverlässig sowohl kurzfristige Preisbewegungen als auch die endgültigen Ergebnisse vorhersagt. Diese qualifizierten Trader und Market Maker zusammen vereinnahmen mehr als 30% aller Gewinne, während sie weniger als 3,5% der Konten ausmachen. Die Autoren verwendeten einen Vorzeichen-Randomisierungs-Test: Sie ließen die Historie jedes Traders 10.000-mal durchlaufen, wobei die Kauf-/Verkaufsrichtungen zufällig umgedreht wurden; nach diesem Maßstab überlappten nur 12% der Topverdiener mit der Gruppe der Qualifizierten, und ungefähr 60% der „glücklichen Gewinner“ kehrten zu Verlusten zurück, als sie an getrennten Ereignissen getestet wurden. Qualifizierte Trader zeigen eine ungewöhnliche Persistenz: 44% der in den Trainingsdaten als qualifiziert klassifizierten blieben in separaten Testsamples qualifiziert, verglichen mit etwa 10% in parallelen Tests auf aktiven Investmentfonds. Währenddessen absorbieren 67% der Konten, die als unqualifiziert oder als unglückliche Verlierer eingestuft wurden, den gesamten Pool der aggregierten Verluste der Plattform.
Die Forscher machten auf 1.950 Konten aufmerksam, die kurz vor isolierten Ereignissen eröffnet und nach der Auflösung geschlossen wurden, was auf mögliche Insideraktivität hindeutet. Diese Konten bewegten die Preise 7 bis 12 Mal stärker pro Dollar als qualifizierte Trader. Eine Fallstudie identifizierte drei Konten, die zwischen dem 27. Dezember und dem 3. Januar eröffnet wurden und gemeinsam über 630.000 US-Dollar an Wetten auf die Absetzung von Nicolás Maduro abräumten, bevor eine US-Militäroperation offengelegt wurde. Das passt zu der ersten jemals erhobenen Insiderhandels-Beschwerde der Commodity Futures Trading Commission zu Ereignisverträgen: Eingereicht gegen den US-Armee-Majorsèrgt. Gannon Ken Van Dyke wegen Handels mit vertraulichen Informationen vor dem Zugriff.
Die Ergebnisse kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Polymarket Berichten zufolge $400 Millionen zu einer $15 Milliarden-Bewertung aufbringt und Gesetzgeber in Washington, New York und Kalifornien Gesetzentwürfe einbringen, die auf Insider-Beteiligung an Vorhersagemärkten abzielen. Die Arbeit stellt die Marketingbehauptungen der Branche direkt infrage und zitiert Kalshi-CEO Tarek Mansour zur „Weisheit der Menge“ sowie die Aussage von Polymarket-CEO Shayne Coplan, dass finanzielle Einsätze Informationen effektiver bündeln als Experten.
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