
Wie am 11. Mai von der Federal Bank bekanntgegeben wurde, hat die Finanzaufsichtsbehörde der Taiwan (FSC) (金管會) die geplante Direktinvestition der Federal Bank in die im Ausland ansässige Holding-Gesellschaft Modernity Financial Holdings, Ltd zurückgewiesen. Begründung: Die FSC stellte fest, dass die Offshore-Holdinggesellschaft MaiCoin keine tatsächlichen operativen Tätigkeiten aufweist. Der Plan der Federal Bank sieht ein Gesamtvolumen von rund 850 Millionen NT$ vor und verstößt damit gegen die Vorgaben von Artikel 74 des Bankengesetzes.
Artikel 74 des Bankengesetzes: Rechtsgrundlage, auf die die FSC sich stützt
Gemäß der Bekanntmachung der Federal Bank und Artikel 74 des Bankengesetzes müssen Geschäftsbanken für Investitionen in finanzbezogene oder nichtfinanzbezogene Geschäftszweige die Genehmigung der zuständigen Aufsichtsbehörde einholen. Zudem muss das Investitionsobjekt über tatsächliche betriebliche Aktivitäten verfügen. Wenn es sich bei dem Investitionsziel um ein nichtfinanzbezogenes Geschäft handelt, darf der Beteiligungsanteil der Bank gesetzlich nicht über 5% der bereits ausgegebenen Aktien des Unternehmens hinausgehen.
Nach interner Beratung kam die FSC zu dem Schluss, dass Modernity Financial Holdings, Ltd als eine im britischen Überseegebiet Kaimaninseln gegründete Offshore-Holdinggesellschaft nicht als finanzbezogener Geschäftszweck gilt und selbst keine operativen Aktivitäten vorweist. Daher erfülle das Vorhaben vollständig nicht die Investitionsvoraussetzungen nach Artikel 74 des Bankengesetzes. Laut der Bekanntmachung plante die Federal Bank ursprünglich, 5.356.000 Aktien mit einem Umfang von etwa 9,67% zu erwerben und die von der Tochtergesellschaft Federal Venture Capital gehaltenen Aktien vollständig auf die Bank zu übertragen. Der Beschluss des Vorstands wurde für August 2025 gefasst.
Aktuelle Lage des Krypto-Engagements der Federal Bank
Laut der Bekanntmachung und den dazugehörigen Berichten hat die Federal Bank im September 2025 offiziell den Verwahrdienst für virtuelle Vermögenswerte aufgenommen und ist damit die erste zugelassene Finanzinstitution in ganz Taiwan. Kürzlich brachte sie zudem eine erste Kreditkarte heraus, die mit Krypto-Rückvergütungen kombiniert ist: Karteninhaber können Ausgaben direkt in virtuelle Währungen wie Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH), Tether (USDT) und USDC umtauschen.
Der Generaldirektor der Federal Bank, Xu Weiw en (許維文), erklärte, dass der Verwahrdienst für virtuelle Vermögenswerte in vier Phasen vorangetrieben werden soll. In der Anfangsphase werde der Fokus auf Vermögenswerte von Handelsplattformen gelegt, anschließend soll es auf professionelle juristische Personen und Personen mit hohem Vermögen ausgeweitet werden. Das langfristige Ziel umfasst auch die Verwahrung von Anforderungen im Zusammenhang mit Krypto-ETFs, die künftig von Investmentgesellschaften ausgegeben werden könnten.
Häufige Fragen
Auf welcher Rechtsgrundlage wies die FSC die Investition der Federal Bank in die Offshore-Holdinggesellschaft von MaiCoin zurück?
Laut der offiziellen Bekanntmachung der Federal Bank vom 11. Mai 2026 stützte sich die FSC auf Artikel 74 des Bankengesetzes und kam zu dem Schluss, dass Modernity Financial Holdings, Ltd eine Offshore-Holdinggesellschaft auf den Kaimaninseln im Vereinigten Königreich ist, nicht als finanzbezogener Geschäftszweck gilt und keine tatsächlichen operativen Tätigkeiten aufweist. Damit entspreche das Vorhaben nicht den gesetzlichen Investitionsvoraussetzungen.
Wie hoch war der Betrag der ursprünglich geplanten Investition der Federal Bank in MaiCoin und wie hoch war der geplante Beteiligungsanteil?
Gemäß dem Beschluss des Vorstands der Federal Bank aus August 2025 war ursprünglich geplant, rund 27,817 Millionen US-Dollar (etwa 850 Millionen NT$) aufzuwenden, um 5.356.000 Aktien von Modernity Financial Holdings, Ltd zu erwerben; der geplante Beteiligungsanteil sollte bei etwa 9,67% liegen.
Hat die Zusammenarbeit zwischen der Federal Bank und MaiCoin nach der Zurückweisung des Investitionsvorhabens Auswirkungen?
Laut der offiziellen Bekanntmachung der Federal Bank wurde diese Direktinvestition stattdessen von einem anderen Großaktionär vorgenommen. Die Federal Bank stellte zudem ausdrücklich klar, dass die bestehende Zusammenarbeit der beiden Parteien im Bereich virtueller Währungen nicht betroffen ist; diese Änderung habe keine wesentlichen Auswirkungen auf die Finanzen und das Geschäft des Unternehmens.