Das US-Finanzministerium erkennt Mixer als "legitimen Datenschutzzweck" an, empfiehlt jedoch weiterhin, den Kongress mit einem Gesetz zur Einfrierung zu befähigen, verdächtige Kryptowährungsvermögen zu kontrollieren.

US-Finanzministerium, das Tornado Cash sanktioniert hatte, erkannte erstmals in einem Bericht an das Parlament die Legitimität der Nutzung von Mixern zum Schutz der finanziellen Privatsphäre an. Gleichzeitig wird vorgeschlagen, den Gesetzgeber zu befähigen, verdächtige digitale Vermögenswerte vorübergehend zu “sperren”.
(Frühere Entwicklung: Das US-Finanzministerium hebt die Sanktion gegen Tornado Cash auf: Digitale Vermögenswerte schaffen Wertschöpfungsmöglichkeiten, TORN steigt um 74%!)
(Hintergrund: Von Sanktion bis Gerichtsverfahren: Privatsphäre und Verantwortung bei Tornado Cash)

Inhaltsverzeichnis

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  • Vorschlag an den Kongress: “Sperrgesetz” einführen – Verdächtige Krypto-Assets vorübergehend einfrieren
  • Nicht-verwahrte Mixer bleiben problematisch
  • Datenschutzthemen bleiben heiß diskutiert

Das US-Finanzministerium hat kürzlich einen Bericht mit dem Titel „Innovative Technologien zur Bekämpfung illegaler Finanzaktivitäten im Zusammenhang mit digitalen Vermögenswerten“ beim Kongress eingereicht. Dieser, basierend auf dem GENIUS-Stablecoin-Gesetzentwurf, bestätigt erstmals offiziell die legitimen Datenschutzzwecke von Krypto-Mixern. Der Bericht stellt fest:

Legitime Nutzer digitaler Vermögenswerte könnten Mixer verwenden, um bei Transaktionen auf öffentlichen Blockchains die finanzielle Privatsphäre zu wahren.

Das Finanzministerium erläutert weiter, dass Verbraucher zunehmend digitale Vermögenswerte für Zahlungen nutzen. Dabei könnten sie Mixer einsetzen, um sensible Informationen wie Vermögenslage, Geschäftszahlungen oder Spenden vor öffentlicher Offenlegung zu schützen.

Diese Kehrtwende ist bedeutend – denn das gleiche Finanzministerium, die OFAC, hatte Tornado Cash 2022 auf die Sanktionsliste gesetzt, bis die Sanktionen im März 2025 aufgehoben wurden.

Vorschlag an den Kongress: “Sperrgesetz” einführen – Verdächtige Krypto-Assets vorübergehend einfrieren

Neben der Anerkennung der Rechtmäßigkeit von Mixern macht der Bericht auch mehrere legislative Vorschläge. Besonders im Fokus steht die Forderung nach einem speziellen „Sperrgesetz“ für digitale Vermögenswerte, das Finanzinstituten eine Art Schutzraum bietet, um während kurzer Ermittlungszeiten verdächtige Assets vorübergehend zu sperren.

Der Bericht hebt hervor, dass dieses System „besonders bei der Bekämpfung illegaler Finanzaktivitäten im Zusammenhang mit erlaubnisbasierten Stablecoins hilfreich ist“. Zudem fordert das Finanzministerium den Kongress auf, klar zu definieren, welche DeFi-Teilnehmer Anti-Geldwäsche- und Anti-Terrorfinanzierungsmaßnahmen (AML/CFT) erfüllen müssen.

Nicht-verwahrte Mixer bleiben problematisch

Obwohl die Legitimität von Mixern anerkannt wird, äußert das Finanzministerium im Bericht Bedenken gegenüber nicht-verwahrten, dezentralen Mixern. Diese Dienste würden häufig für Geldwäsche und Sanktionsumgehung genutzt, etwa durch nordkoreanische Hackergruppen, die große Mengen illegaler Gelder über solche dezentralen Dienste transferieren.

Der Bericht meint, dass verwahrte Mixer (zentralisierte Dienste, die Nutzerfonds vorübergehend halten) durch die Bereitstellung von Identifikationsinformationen die Transaktionswege nachverfolgen könnten. Nicht-verwahrte Mixer hingegen operieren ohne Mittelsmänner, sammeln keine Nutzerinformationen und können auf behördliche Anfragen kaum reagieren.

Datenschutzthemen bleiben heiß diskutiert

Auf der Blockchain wird Datenschutz bis 2025 zu einem hoch umstrittenen Thema. US-Gesetzgeber fordern strengere KYC-Anforderungen für Dienstleister im Bereich digitale Vermögenswerte und DeFi-Plattformen. Paradigm-Politik-Vizepräsident Alexander Grieve wies darauf hin, dass der aktuelle Rechtsrahmen den Open-Source-Entwicklern noch unzureichenden Schutz bietet.

Obwohl die Sanktionen gegen Tornado Cash aufgehoben wurden, steht Mitbegründer Roman Storm weiterhin wegen unerlaubter Geldtransfers im Strafverfahren. Dieser Fall verdeutlicht eine grundlegende rechtliche Herausforderung: Sollten Entwickler, die Open-Source-Privatsphäre-Tools programmieren, für die illegalen Nutzungen Dritter verantwortlich gemacht werden?

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