Trumps Berater äußert sich: Stablecoins könnten globale Kapitalflüsse in das US-Bankensystem anziehen, der Einfluss des „GENIUS-Gesetzes“ ist nicht zu unterschätzen

Am 12. März gab das Team für digitale Vermögenswerte des US-Präsidenten kürzlich seine neuesten Ansichten zur Regulierung von Stablecoins bekannt. Patrick Witt, der geschäftsführende Direktor des Präsidentenkomitees für digitale Vermögenswerte, erklärte, dass in der aktuellen Debatte über die Renditen von Stablecoins ein größerer makroökonomischer Trend möglicherweise übersehen wird — nämlich dass Stablecoins, die dem Regulierungsrahmen des „GENIUS-Gesetzes“ entsprechen, der US-Bankensystem neue Kapitalzuflüsse bringen könnten, anstatt die Einlagenbasis der Banken zu schwächen.

Patrick Witt äußerte auf der Social-Manguage-Plattform X, dass die weltweite Nachfrage nach US-Dollar-Assets nach wie vor sehr stark ist. Wenn die Ausgabe von Stablecoins dem US-Regulierungsrahmen entspricht, könnten ausländische Investoren durch den Kauf von US-Dollar-Stablecoins in den Markt eintreten. Das bedeutet, dass ausländische Gelder zunächst in die von inländischen Emittenten bereitgestellten Stablecoins umgetauscht werden, und diese Gelder letztlich als neues Kapital in das US-Bankensystem fließen.

Dennoch bleiben traditionelle US-Banken gegenüber diesem Modell vorsichtig. Einige Bankenorganisationen sind der Ansicht, dass, wenn Stablecoin-Emittenten den Inhabern Zinsen oder Belohnungsmechanismen anbieten, dies dazu führen könnte, dass Gelder von Bankeinlagen in digitale Vermögenswerte umgeschichtet werden, was die Liquidität des Bankensystems schwächen würde. Rob Nichols, der Leiter des American Bankers Association, sagte zuvor, dass die Bankenbranche keine Ablehnung gegenüber Finanzinnovationen hat, aber die Regulierungsbehörden sollten „Regulierungsarbitrage“ vermeiden, also die Praxis, bei der Krypto-Unternehmen unter geringeren Regulierungsstandards ähnliche Ertragsprodukte wie Banken anbieten.

Unterstützer der Krypto-Branche vertreten eine andere Ansicht. Sie weisen darauf hin, dass das „GENIUS-Gesetz“ bereits strenge Anforderungen an Stablecoin-Emittenten stellt, beispielsweise dass Stablecoins vollständig durch Bargeld oder gleichwertige Vermögenswerte gedeckt sein müssen und dass die Emittenten die Reservevermögen nicht weiterverpachten oder verleihen dürfen. Patrick Witt betonte außerdem, dass der Fokus der Regulierung auf der Verwendung der Gelder liegen sollte, nicht darauf, ob den Token-Inhabern Erträge gewährt werden.

Derzeit ist die Debatte um die Belohnungsmechanismen von Stablecoins eine der wichtigsten Meinungsverschiedenheiten in der US-Gesetzgebung für digitale Vermögenswerte. Obwohl das „GENIUS-Gesetz“ bereits einen bundesweiten Regulierungsrahmen für zahlungsbasierte Stablecoins geschaffen hat, sind die Details zur Regulierung von Ertragsstabilcoins noch nicht vollständig abgestimmt, was auch den Gesetzgebungsprozess für eine breitere Marktstruktur, wie etwa das „Clarity-Gesetz“, beeinflusst.

Zuvor hatte Trump auf der Plattform Truth Social erklärt, dass das „GENIUS-Gesetz“ ein wichtiger Schritt sei, um die USA zum globalen Zentrum für Kryptowährungen zu machen, und dass die Förderung des „Clarity-Gesetzes“ das digitale Vermögensregulierungssystem weiter verbessern werde. Quellen zufolge hat das Weiße Haus kürzlich hochrangige Vertreter der Banken- und Kryptoindustrie zu einer geschlossenen Sitzung einberufen, um auf der Frage der Stablecoin-Regulierung eine neue politische Einigung zu suchen.

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