Gate-News-Meldung, 19. April — Der Trump-Iran-Krieg, der Ende Februar begonnen hat, hat über 500 Millionen Barrel aus der globalen Ölversorgung eliminiert und in etwa sieben Wochen mehr als $50 Milliarden an Rohölwert vernichtet. Laut Kpler-Daten ist dies der größte Schock der Energierversorgung in der modernen Geschichte. Die Störung hat nicht nachgelassen, und Analysten sowie Reuters-Daten zeigen, dass die Auswirkungen noch Monate oder sogar Jahre anhalten werden, während Lieferketten mit der Erholung kämpfen.
Der iranische Außenminister Abbas Araqchi sagte am Freitag, dass die Straße von Hormus nach einem mit dem Libanon verbundenen Waffenstillstandsabkommen offen sei. Trump sagte am Samstag, dass ein Deal zur Beendigung des Krieges bald zustande kommen könnte, nannte jedoch keinen klaren Zeitplan. Prognosemärkte preisen nun eine 44%ige Wahrscheinlichkeit ein, dass US-Öl diesen Monat $100 pro Barrel übersteigen wird, falls der Iran die Straße von Hormus erneut schließt. Trump sprach aus dem Oval Office und sagte: “Iran wurde ein bisschen frech… sie wollten die Straße wieder schließen… sie können uns nicht erpressen.”
Schiffstracking-Daten zeigen fünf LNG-Schiffe von Ras Laffan in Katar — Al Ghashamiya, Lebrethah, Fuwairit, Rasheeda und Disha — auf dem Weg zur Straße von Hormus. Wenn diese Schiffe passieren, würden sie die ersten LNG-Lieferungen über die Straße markieren, seit der Krieg am 28. Februar begonnen hat. Die ersten vier werden von QatarEnergy kontrolliert, während Disha von Petronet aus Indien gechartert ist. Vor dem Konflikt machte die Straße etwa ein Fünftel des globalen LNG-Handels aus. Katar hält die Position des zweitgrößten LNG-Exporteurs, doch iranische Angriffe haben 17% seiner Exportkapazität gekappt.
Die globalen Onshore-Rohölbestände sind allein im April um etwa 45 Millionen Barrel gesunken, wobei Ausfälle seit Ende März bei rund 12 Millionen Barrel pro Tag liegen. Schwere Rohölfelder in Kuwait und im Irak benötigen vier bis fünf Monate, um zu den normalen Produktionsniveaus zurückzukehren, was die Knappheit in den Sommer drückt. Schäden an Raffinerien und dem LNG-Komplex Ras Laffan fügen weitere Verzögerungen hinzu; Reparaturen sollen 12,8 Millionen metrische Tonnen pro Jahr für drei bis fünf Jahre aus der Versorgung entfernen. Eine vollständige Erholung der regionalen Energiesysteme könnte Jahre dauern.
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