Laut Aussagen des Weißen Hauses führte das Trump-Xi-Gipfeltreffen vom 13. bis 15. Mai zu deutlich unterschiedlichen öffentlichen Narrativen in Bezug auf Handelszusagen und wirtschaftliche Zugeständnisse. Washington behauptete, China habe zugestimmt, 200 Boeing-Flugzeuge zu kaufen und die US-Landwirtschaftsimporte bis 2028 jährlich um mindestens 17 Milliarden US-Dollar zu erhöhen, wobei zugleich auch Probleme bei der Versorgung mit Seltenerdmineralien adressiert worden seien. Das Weiße Haus erklärte außerdem, beide Seiten hätten vereinbart, US-chinesische Handels- und Investitionsräte einzurichten, mit abgestimmten Positionen zum iranischen Nuklearprogramm und zur Denuklearisierung Nordkoreas.
Die offizielle Version aus Peking ließ konkrete Kaufzahlen und Dollarbeträge weg und hob stattdessen hervor, „generell ausgewogene und positive Ergebnisse“ sowie „gegenseitigen Nutzen“ erzielt zu haben. Chinesische Staatsmedien vermieden Formulierungen, die auf einseitige Zugeständnisse hindeuten könnten, bestätigten jedoch die Einrichtung neuer Räte sowie Vereinbarungen zum Marktzugang im Agrarsektor. Die auseinanderlaufende Kommunikation spiegelt langjährige diplomatische Muster wider, bei denen Washington messbare Erfolge in den Vordergrund stellt, während Peking in der eigenen inländischen Kommunikation auf Stabilität und Gleichberechtigung fokussiert.