Das Vereinigte Königreich plant ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige trotz Gegenwind aus der Tech-Branche

Die britische Regierung plant, Minderjährige unter 16 Jahren ab dem nächsten Frühjahr von Social-Media-Plattformen zu verbannen – darunter TikTok, Instagram und X. Das kündigte am 16. Juni der Technologie-Staatssekretär Liz Kendall an. Die Verschärfung wird Unternehmen dazu verpflichten, strengere Altersverifikationschecks einzuführen, obwohl Kendall einräumte, dass das Verbot keine „vollständige Silberkugel“ sei und viele Jugendliche Umgehungen finden werden. Die Vorschläge stießen bei Tech-Branchenführern auf heftigen Widerstand: X-Eigentümer Elon Musk bezeichnete den Schritt als „nicht vertretbar“, während Meta warnte, er könnte Teenager in Richtung unregulierter Seiten mit weniger Schutzmaßnahmen treiben.

Technologie-Staatssekretärin räumt Grenzen des Verbots ein

Technologie-Staatssekretärin Liz Kendall sprach die Grenzen der Politik offen an und sagte: „Ich habe nie gedacht, dass das Verbot eine vollständige Silberkugel sein wird.“ Sie fügte hinzu: „Ich habe keinen Zweifel daran, dass Kinder, die derzeit in sozialen Medien sind – für die es ein integraler Teil ihres Lebens ist – versuchen werden, das Verbot zu umgehen, und viele werden es schaffen.“ Dennoch betonte Kendall, die Maßnahme werde eine „spürbare Verhaltensänderung“ bewirken und Eltern helfen, indem klar werde, dass Kinder vor dem 16. Lebensjahr Social Media nicht nutzen sollten. Sie sagte, Englands Einsatz von „hochwirksamen Altersverifizierungsmaßnahmen“ werde das Verbot stärker machen als das australische System.

Tech-Unternehmen kritisieren geplante Einschränkungen

Elon Musk bezeichnete die Vorschläge als „nicht vertretbar“ und behauptete, sie seien eine Form der Zensur. Meta, der Facebook-Eigentümer, warnte, der Schritt könne Teenager zu unregulierten Seiten mit weniger Schutzmaßnahmen drängen. YouTube stellte infrage, ob das Verbot funktionieren würde, und sagte, Kinder könnten zu „weniger sicheren Diensten“ geführt werden. Befürworter sagen, die Maßnahmen seien nötig, um junge Menschen vor schädlichen Inhalten online zu schützen. Kritiker argumentieren, ein Verbot allein löse das Problem nicht: Kampagnengestalter warnen, gefährliches Material könne weiterhin über Empfehlungstechnologien an Nutzer weitergereicht werden.

Regierung skizziert betroffene Plattformen und Ausnahmen

Die Einschränkungen sollen voraussichtlich TikTok, Snapchat, Instagram, Facebook, YouTube und X betreffen. Messaging-Apps wie WhatsApp und Signal würden vom Verbot ausgenommen. Minister prüfen außerdem die Einführung von nächtlichen Social-Media-Sperrzeiten für Kinder sowie die Verpflichtung der Plattformen, endloses Scrollen zu unterbrechen. Weitere Details werden für den nächsten Monat erwartet.

FAQ

Welche Social-Media-Plattformen werden vom Verbot für unter 16-Jährige in Großbritannien betroffen sein?
Die Einschränkungen sollen voraussichtlich TikTok, Snapchat, Instagram, Facebook, YouTube und X betreffen. Messaging-Apps wie WhatsApp und Signal würden vom Verbot ausgenommen.

Wann tritt das Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige in Großbritannien in Kraft?
Die Regierung will verhindern, dass Kinder die Plattformen ab dem nächsten Frühjahr nutzen, wobei Unternehmen verpflichtet werden, strengere Altersverifikationschecks einzuführen.

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