Laut einem Bericht des Bloomberg-Strategen Simon White vom 2. Juli ist das Risikoengagement der US-Banken gegenüber Hedgefonds und Schattenbankinstituten in den letzten vier Jahren von 2 Billionen auf rund 4,5 Billionen US-Dollar gestiegen. Die durchschnittliche Hebelwirkung von Hedgefonds hat sich seit 2022 etwa verdoppelt, wobei allein die Hebelwirkung von Treasury-Basis-Trades (Kauf von Spot-Anleihen bei gleichzeitigem Leerverkauf von Futures) auf 2,4 Billionen US-Dollar geschätzt wird.
White warnte, dass Banken im Falle eines durch die Marktbedingungen ausgelösten Deleveraging-Ereignisses von der Rolle als „Stoßdämpfer“ zu „Verstärkern“ übergehen könnten, was möglicherweise eine gefährliche Rückkopplungsschleife aus Zwangsliquidationen und Margin Calls auslösen würde. Laut dem Bericht konzentriert sich die Hebelwirkung stark auf Aktien mit hoher Volatilität aus dem KI-Bereich, die über das Prime-Brokerage-Geschäft der Banken finanziert werden, wobei die Sicherheiten- und Finanzierungskosten auf historisch erhöhten Niveaus nahe früherer Marktspitzen liegen.