US-Staatsanleihen überschreiten erstmals 39 Billionen Dollar, 30-jährige Rendite schießt auf knapp 4,9%; Japan, Großbritannien und China erhöhen ihre Bestände jedoch weiterhin

Die US-Bundesverschuldung hat im Zuge der Eskalation im Nahost-Konflikt erstmals die Marke von 39 Billionen US-Dollar überschritten, während die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihen auf fast 4,9 % gestiegen ist. Dennoch zeigen Daten des Finanzministeriums, dass die ausländischen Bestände an US-Staatsanleihen im Januar entgegen dem Trend um 34,8 Milliarden US-Dollar auf 9,31 Billionen US-Dollar gestiegen sind. Japan, Großbritannien und China haben alle ihre Bestände erhöht.

(Vorgeschichte: Die hawkishe Entscheidung des FOMC, die Zinsen unverändert zu lassen, führte zu einem Bitcoin-Crash auf 70.500 USD, mit 135.000 Liquidationen im Wert von 452 Millionen USD)
(Hintergrund: Das Federal Reserve hält die Zinsen zweimal hintereinander bei 3,5-3,75 %, während die Dot-Plot-Prognosen die Inflation und das BIP für 2026 nach oben korrigieren. Die Jahresend-Zinsprognose liegt bei 3,4 %)

Inhaltsverzeichnis

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  • Ausländische Käufe: Japan, Großbritannien und China erhöhen ihre Bestände im Januar
  • Warum kaufen Ausländer weiterhin?
  • Komplexe Signale hoher Schulden und hoher Zinsen

Die US-Bundesverschuldung hat im Schatten des Nahost-Konflikts eine neue Schwelle überschritten: 39 Billionen US-Dollar. Während die Spannungen andauern, spiegelt sich die Besorgnis über eine verschlechternde Fiskalpolitik direkt im Anleihemarkt wider: Die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihen steigt auf fast 4,9 %, wobei die traditionelle „sichere Zuflucht“-Funktion des Anleihemarkts in dieser Krise kaum noch greift.

Quelle: US-Finanzministerium

Der Ölpreis steigt aufgrund geopolitischer Spannungen, was den Konsumraum amerikanischer Haushalte weiter einschränkt und die Unsicherheit über den Zinsweg der Federal Reserve erhöht. Analysten weisen darauf hin, dass die inflationsfördernden Effekte des Krieges derzeit die Rezessionsrisiken überwiegen, was erklärt, warum US-Staatsanleihen nicht wie bei früheren Krisen von Kapital angezogen werden.

Ausländische Käufe: Japan, Großbritannien und China erhöhen ihre Bestände im Januar

Trotz der sich verschlechternden Fiskalprognosen zeigen Daten des US-Finanzministeriums, dass die ausländischen Bestände an US-Staatsanleihen im Januar nicht gesunken, sondern um 34,8 Milliarden USD auf 9,31 Billionen USD gestiegen sind – eine Umkehr gegenüber dem Rückgang von 88,3 Milliarden USD im Dezember des Vorjahres.

Aufgeschlüsselt nach Hauptbesitzern: Der größte Gläubiger Japan erhöhte seine Bestände um 39,8 Milliarden USD auf 1,23 Billionen USD; Großbritannien stockte um 29,3 Milliarden USD auf 895,3 Milliarden USD auf; China erhöhte um 10,9 Milliarden USD auf 694,4 Milliarden USD.

Gleichzeitig äußerte sich Finanzminister Bessent klar dazu und widersprach der Behauptung, „Europa verkaufe US-Staatsanleihen“, was als falsche Erzählung abgetan wird. Er betonte, dass die Daten zu ausländischen Beständen keine Panikmache im Markt stützen.

Warum kaufen Ausländer weiterhin?

„Obwohl klar ist, dass die US-Finanzen sich verschlechtern, warum erhöhen ausländische Investoren dann ihre Bestände?“ Die Antwort auf diese Frage liegt vielleicht in der besonderen Stellung der US-Staatsanleihen.

Der durchschnittliche tägliche Handel mit US-Staatsanleihen übersteigt 600 Milliarden USD und macht sie zu den liquidesten Vermögenswerten weltweit. Für Zentralbanken und Sovereign Funds ist der Besitz von US-Staatsanleihen nicht nur eine Renditefrage, sondern vor allem eine Frage der Liquiditätsreserve und der Devisenreserven.

Selbst wenn die Renditen steigen und Buchverluste entstehen, ist es kurzfristig kaum möglich, andere Vermögenswerte in diesem Umfang zu ersetzen. Diese Logik ist vermutlich der Grund, warum die 39 Billionen USD Schulden weiterhin im Markt zirkulieren: Es weiß zwar jeder um das Risiko, aber es gibt keine Alternativen.

Komplexe Signale hoher Schulden und hoher Zinsen

Aus der Perspektive der Kryptowährungen senden diese Daten ein widersprüchliches Signal.

Einerseits ist die anhaltende Verschlechterung der US-Finanzen und die Schuldenexpansion langfristig förderlich für Bitcoin als „Hard Asset“; andererseits deuten die fast 4,9 % Rendite der 30-jährigen Anleihen auf steigende Opportunitätskosten für risikoreiche Anlagen hin, was kurzfristig Druck auf den Risikosektor ausübt.

Ob Bessents harte Haltung das Marktvertrauen stabilisieren kann, und wie sich die Entwicklung im Nahost-Konflikt auf die Ölpreise und Inflationsaussichten auswirkt, werden die entscheidenden Variablen für die kommenden Entwicklungen im Kryptomarkt und bei US-Staatsanleihen sein.

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