US-Schatzamt fordert Gesetz, das Krypto-Börsen erlaubt, Gelder einzufrieren

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  • Das US-Finanzministerium hat einen Gesetzesentwurf vorgeschlagen, der Börsen erlaubt, verdächtige Krypto-Gelder während Ermittlungen einzufrieren.

  • Der Bericht besagt, dass ein „Hold-Gesetz“ Plattformen ermöglichen würde, Transfers ohne Gerichtsbeschluss zu pausieren, während die Strafverfolgungsbehörden ermitteln.

  • Das Finanzministerium forderte außerdem klarere AML-Regeln für DeFi und hob die Nutzung von Mixern bei der Geldwäsche gestohlener Krypto-Gelder hervor.

Das US-Finanzministerium hat dem Kongress empfohlen, ein spezielles Gesetz für digitale Vermögenswerte zu schaffen, das Krypto-Börsen erlaubt, Gelder im Verdachtsfall vorübergehend einzufrieren. Der Vorschlag, der in einem Bericht vom März 2026 im Rahmen des GENIUS-Gesetzes enthalten ist, würde den Plattformen die rechtliche Befugnis geben, Transfers ohne Gerichtsbeschluss zu pausieren, während die Ermittlungen laufen.

Hold-Gesetz und Regulierungsrahmen

Der Bericht schlägt ein „Hold-Gesetz“ vor, das eine sichere Handhabung für Börsen bietet, um Vermögenswerte während Ermittlungen einzufrieren. Derzeit verhindern Verdachtsmelderegeln (SAR), dass Plattformen Ermittlungen offenlegen.

Ari Redbord von TRM Labs erklärte, das Gesetz würde eine Frist schaffen, in der die Strafverfolgung handeln kann, während digitale Vermögenswerte schnell auf Blockchains bewegt werden. Andrew Rossow, CEO von AR Media Consulting, bemerkte, dass das Gesetz die rechtliche Unsicherheit bezüglich des Einfrierens von Geldern ohne Gerichtsbeschluss beheben würde.

Heutzutage stehen Börsen vor der Wahl, Gelder freizugeben oder das Risiko einer Haftung durch das Einfrieren einzugehen. Unter dem Hold-Gesetz könnten Plattformen rechtlich Transfers im Zusammenhang mit vermuteter illegaler Aktivität pausieren. Der Bericht des Finanzministeriums betont außerdem den Einsatz von Blockchain-Analysen zur Erkennung verdächtiger Transaktionen, weist aber auch auf potenzielle Schwachstellen hin, wie die Zuverlässigkeit der Analysen und Konflikte mit den SAR-„Tipping-off“-Regeln.

Mixer, Stablecoins und illegale Finanzierungen

Das Finanzministerium hob die legitime Nutzung von Mixern für den Datenschutz auf öffentlichen Blockchains hervor, warnte aber auch vor krimineller Missbrauch. Nordkorea-verbundene Cyberkriminelle stahlen zwischen Januar 2024 und September 2025 mindestens 2,8 Milliarden US-Dollar, wobei sie häufig Mixer in Geldwäschel chains verwendeten.

Stablecoins sind häufig bei Cross-Chain-Brückenaktivitäten beteiligt, bei denen seit Mai 2020 über 37,4 Milliarden US-Dollar von Brücken abgezogen wurden, so der Bericht.

Custodial Mixer bieten nachvollziehbare Daten und müssen bei FinCEN registriert sein, während non-custodial Mixer keinen neuen Beschränkungen unterliegen. Der Bericht schließt die von FinCEN vorgeschlagenen Aufzeichnungsregeln für Mixer im Jahr 2023 nicht endgültig ab, schlägt aber vor, Privatsphäre und Anti-Geldwäsche-Bedenken abzuwägen.

Gesetzgeberische und politische Implikationen

Der Bericht des Finanzministeriums empfiehlt außerdem, die AML/CFT-Pflichten für DeFi-Akteure zu klären und eine „sechste Sondermaßnahme“ im Rahmen des USA PATRIOT Act einzuführen. Das Dokument wurde unter Abschnitt 9 des GENIUS-Gesetzes eingereicht, sieben Wochen nach Ablauf der Frist am 14. Januar 2026.

Das Finanzministerium hat über 220 öffentliche Kommentare bei der Erstellung des Berichts geprüft, um Lücken bei der Verfolgung illegaler Aktivitäten zu schließen, und gleichzeitig die Herausforderungen im Hinblick auf Privatsphäre und Rechtssicherheit anerkannt.

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