Laut dem Research-Direktor von Societe Generale Americas, Subadra Rajappa, zeigten die Renditen der US-Treasuries heute (15. Mai) eine starke, abnorme Volatilität. Auslöser seien beschleunigte Inflationserwartungen und stark steigende Energiepreise im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt. Rajappa erklärte, dass höhere Energiekosten den Spielraum von Fed-Chair Kevin Walsh zum Senken der Zinsen begrenzen – eine Politikrichtung, die er zuvor unterstützt habe und die Präsident Trump angefordert habe. „Die Anleiherenditen sehen etwas außer Kontrolle aus, und wir sollten die Signale aus dem Anleihemarkt ernst nehmen“, sagte sie gegenüber Bloomberg Television.
Die Markterwartungen haben sich stark verschoben. Laut Bloomberg-Daten schätzen Händler mittlerweile eine nahezu zweidrittel Wahrscheinlichkeit für eine Fed-Zinserhöhung vor Dezember – ein deutlicher Rückschlag gegenüber dem 27. Februar, als die Märkte weitgehend mehr als zwei Zinssenkungen in diesem Jahr erwarteten.