Visa und Brale haben am 4. Juni eine Proof-of-Concept-Initiative gestartet, um die private Blockchain-basierte Abwicklung für institutionelle Zahlungsströme mithilfe des SBC-Stablecoins im Canton Network zu testen. Das Projekt soll bewerten, ob datenschutzorientierte Blockchain-Infrastruktur die Anforderungen einer Abwicklung auf Unternehmensniveau erfüllen kann und dabei gleichzeitig die Einhaltung von Compliance- und die Standards für operative Aufsicht sicherstellt. Die Initiative spiegelt das wachsende Interesse von Finanzinstituten wider, Stablecoins für die Zahlungsabwicklung einzusetzen, allerdings mit strengen Datenschutzkontrollen, während Blockchain-Technologie im regulierten Finanzsektor zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Die Datenschutz-Architektur des Canton Network steht im Mittelpunkt der Initiative. Im Gegensatz zu vielen öffentlichen Blockchain-Netzwerken ermöglicht Canton mehreren Teilnehmern den Betrieb auf gemeinsamer Infrastruktur, wobei die Sichtbarkeit von Transaktionsdetails auf autorisierte Parteien beschränkt wird.
Dieser Ansatz adressiert Bedenken, die Banken, Zahlungsunternehmen und institutionelle Nutzer haben, wenn sie über Blockchain-basierte Abwicklungssysteme nachdenken. Viele Organisationen haben zwar Interesse an den Vorteilen von Distributed-Ledger-Technologie geäußert, bleiben jedoch zurückhaltend, wenn es darum geht, sensible Transaktionsinformationen in öffentlichen Netzwerken offenzulegen.
Visa erklärte, dass Finanzinstitute zunehmend bewerten, wie sich die Blockchain-Abwicklung in bestehende Abläufe integrieren lässt, während zugleich strenge Anforderungen an Compliance und Datenschutz eingehalten werden. Das Unternehmen deutete an, dass datenschutzschützende Blockchain-Infrastruktur eine Schlüsselrolle dabei spielen könnte, die breitere Übernahme durch Institutionen zu ermöglichen.
Da SBC nativerweise im Canton Network unterstützt wird, können die Teilnehmer praktische Zahlungsszenarien in einer Blockchain-Umgebung testen, die speziell für Datenschutzstandards auf Unternehmensebene ausgelegt ist.
Visa ist seit 2021 aktiv in die Stablecoin-Abwicklung eingebunden und hat seine blockchainbezogenen Initiativen kontinuierlich ausgeweitet. Das Unternehmen unterstützt bereits die Abwicklung von VisaNet-Verpflichtungen über genehmigte Stablecoins und untersucht weiterhin zusätzliche Optionen zur Abwicklung digitaler Vermögenswerte.
Im Rahmen der neuesten Zusammenarbeit wird Visa prüfen, ob SBC als weiterer tragfähiger Stablecoin für Anwendungsfälle der institutionellen Abwicklung dienen kann. Die Bewertung wird darauf fokussieren, wie Datenschutzkontrollen, Interoperabilität und programmierbare Zahlungsfunktionen reale Finanzabläufe unterstützen können.
Cuy Sheffield, Head of Crypto bei Visa, soll Berichten zufolge gesagt haben, dass die Stablecoin-Abwicklung bereits das Potenzial der Blockchain-Infrastruktur gezeigt habe, um die Geschwindigkeit und Effizienz der Geldbewegung zu verbessern. Er erklärte, die Initiative würde dem Unternehmen dabei helfen zu bewerten, wie SBC im Canton die Unterstützung für institutionelle Zahlungsanwendungen bieten kann, die sowohl Programmierbarkeit als auch Datenschutzschutz benötigen.
Ben Milne, Gründer und Chief Executive Officer von Brale, soll Berichten zufolge darauf hingewiesen haben, dass Finanzinstitute zunehmend Stablecoin-Lösungen suchen, die zu regulatorischen, operativen und Datenschutz-Erwartungen passen. Er schlug vor, die Zusammenarbeit mit Visa zur Evaluierung von SBC im Canton sei ein wichtiger Schritt, um Stablecoin-gestützte Abwicklung für reale Zahlungsaktivitäten praktischer und skalierbarer zu machen.
Die Zusammenarbeit verdeutlicht einen breiteren Branchentrend, bei dem große Finanzinstitute eine auf Unternehmen ausgerichtete Blockchain-Infrastruktur untersuchen, die auf Datenschutz, Compliance und operative Anforderungen zugeschnitten ist.
Obwohl die Initiative noch in der Testphase bleibt, unterstreicht sie den anhaltenden Schwung hinter der Stablecoin-Übernahme im globalen Zahlungsverkehrssektor. Das Projekt spiegelt zudem eine Verschiebung des Fokus von Experimenten mit öffentlichen Blockchains hin zu spezialisierter Infrastruktur wider, die auf die Bedürfnisse regulierter Unternehmen ausgelegt ist.
Visa hat angegeben, dass das Unternehmen Stablecoins als skalierbare Abwicklungstechnologie für die Zukunft sieht und plant, weiterhin Blockchain-Lösungen zu prüfen, die in der Lage sind, Interoperabilität, Compliance, Datenschutz und Effizienz für institutionelle Nutzer weltweit zu liefern.
Was haben Visa und Brale am 4. Juni gestartet?
Visa und Brale haben am 4. Juni eine Proof-of-Concept-Initiative gestartet, um die private Blockchain-basierte Abwicklung für institutionelle Zahlungsströme mithilfe des SBC-Stablecoins im Canton Network zu testen. Das Projekt zielt darauf ab zu bewerten, ob datenschutzorientierte Blockchain-Infrastruktur die Anforderungen einer Abwicklung auf Unternehmensniveau erfüllen kann.
Warum schränkt das Canton Network die Sichtbarkeit von Transaktionen ein?
Das Canton Network schränkt die Sichtbarkeit von Transaktionsdetails auf autorisierte Parteien ein, um Bedenken von Banken, Zahlungsunternehmen und institutionellen Nutzern zu adressieren, sensible Transaktionsinformationen in öffentlichen Netzwerken offenzulegen. Diese Datenschutz-Architektur ermöglicht es mehreren Teilnehmern, auf gemeinsamer Infrastruktur zu operieren und dabei Vertraulichkeit zu wahren.
Wie lange ist Visa bereits in die Stablecoin-Abwicklung eingebunden?
Visa ist seit 2021 aktiv in die Stablecoin-Abwicklung eingebunden. Das Unternehmen unterstützt bereits die Abwicklung von VisaNet-Verpflichtungen über genehmigte Stablecoins und untersucht weiterhin zusätzliche Optionen zur Abwicklung digitaler Vermögenswerte.
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